Vorsicht bei Skitouren: Teils erhebliche Lawinengefahr auch in Osttirol

In manchen Regionen sind bereits bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Gerade in diesen Gebieten ist in höheren Lagen schon mit erheblicher Lawinengefahr zu rechnen.

In dieser Woche hat der Winter in Tirol Einzug gehalten. In den Hauptniederschlagsgebieten im nördlichen und südlichen Osttirol sowie in den Tuxer- und Zillertaler Alpen sind bereits bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen, in den südlichen Ötztaler und Stubaier Alpen bis zu 30 Zentimeter. Gerade in diesen Regionen ist demnach in höheren Lagen bereits mit erheblicher Lawinengefahr (Stufe 3 der fünfteiligen Skala) zu rechnen.

Laut dem Lawinenwarndienst des Landes Tirol führt die Kombination aus Schnee, Wind und dem aktuellen Schneedeckenaufbau zu einem deutlichen Anstieg der Lawinengefahr. In der Höhe – dort wo sich eine zusammenhängende Schneedecke halten konnte – muss von erheblicher Lawinengefahr ausgegangen werden. Am vergleichsweise ungünstigsten sind die Bedingungen in den neuschneereichen Regionen. Die Gefahr nimmt mit steigender Seehöhe zu. Schattenhänge sind tendenziell gefährdeter. Sonnenhänge sind vor allem in Kammnähe sowie allgemein in hochalpinem Gelände kritisch zu beurteilen.

Informationen zur aktuellen Schnee- und Lawinensituation finden sich auch auf der Website der Lawinenreports unter www.lawine.report. Aktuell informiert der Lawinenwarndienst des Landes Tirol mittels Blogeinträgen zum Aufbau der Schneedecke und Gefahrenquellen. Mit dem Start des täglichen Lawinenreports – situationsbedingt voraussichtlich mit Anfang Dezember – werden täglich um 17.00 Uhr Prognosen für den darauffolgenden Tag zur Verfügung gestellt. Unterschiedliches Kartenmaterial bietet auf Basis zahlreicher Daten einen umfassenden Überblick über die gesamte Euregio. Bereits diese Woche wurden wieder aktuelle Blog-Einträge verfasst.

 

Text: Redaktion, Foto: Raimund Mühlburger

25. November 2022 um