Von Rückkehrern und Teufelshörnern: Sommerausstellungen im Nationalparkhaus
Im Rahmen des Nationalpark-Sommeropenings in Matrei am 1. Juli wurden die Ausstellungen „50 Jahre Alpensteinbock in Osttirol” und „Aus der Sicht eines Rangers” eröffnet.
Die Fallen öffnen sich, vier Steinböcke verlassen die Transportkisten. Nach mehr als 250 Jahren Abwesenheit kehrt eine Wildart zurück in ihren ursprünglichen Lebensraum. Was am 16. Juni 1969 in Kals am Großglockner auf Initiative der Jägerschaft begann, gipfelt mit derzeit rund 1.200 Tieren in einer der größten Populationen des Alpensteinbocks in den Ostalpen – dem Steinwildvorkommen in den Hohen Tauern. Die diesjährige Sommer-Sonderausstellung im Matreier Nationalparkhaus widmet sich dem Verschwinden und der Rückkehr des Alpensteinbocks sowie der Biologie und aktuellen Forschung im Nationalpark Hohe Tauern. Zahlreiche Schautafeln und Exponaten laden ein, dieses markante Alpentier besser kennen zu lernen.
Beim Sommer-Opening führte Gunther Greßmann erstmals durch die Ausstellung „50 Jahre Alpensteinbock in Osttirol”.
„Teufelsböcke sind Steinböcke mit Hornabnormitäten. Viele davon gehen auf Brüche des Stirnzapfens durch Steinschlag oder Abstürze zurück. Es gibt aber auch Hörner, die sich abzusenken beginnen. Als Auslöser dafür stehen Bakterien- oder Pilzinfektionen, aber auch Tumore im Raum, konnten aber nicht eindeutig als Verursacher identifiziert werden”, berichtete Nationalpark-Mitarbeiter Gunther Greßmann, der die Ausstellung konzipierte. Die zweite Sommer-Sonderausstellung „Aus der Sicht eines Rangers” des Matreier Künstlers Othmar Trost bietet einen malerischen Blick in die Natur des Nationalparks. „Auch in diesem Sommer bieten wir Gästen und Einheimischen neben der Dauerausstellung Tauernblicke auf allen vier Etagen des Nationalparkhauses mit unseren Sonderausstellungen ein vielfältiges Angebot”, freute sich NP-Direktor Hermann Stotter.
Öffnungszeiten
Juli und August
Montag bis Samstag, 10.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 14.00 bis 18.00 Uhr
September
Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr
Oktober (bis Nationalfeiertag)
Montag bis Freitag, 10.00 bis 12.00 Uhr, und 14.00 bis 18.00 Uhr
Text: Redaktion, Fotos: NPHT/Jurgeit