Virgen: Zweitbeteiligter nach unklarem Unfallgeschehen ausgeforscht
Als zweitbeteiligter Motorradfahrer konnte ein 23-Jähriger ausgeforscht werden. Er hatte keine Lenkberechtigung und entfernte sich von der Unfallstelle, nachdem er Erste Hilfe geleistet hatte und weitere Ersthelfer eingetroffen waren.
Am 22. August wurde eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Matrei zu einer verletzten Person am Fahrbahnrand der Virgental Landesstraße beordert. Die Rettungskräfte versorgten einen 35-jährigen Österreicher, der schwere Verletzungen aufwies. Vor Ort befanden sich mehrere Personen, die angaben, zufällig vorbeigekommen zu sein und nichts über den Hergang sagen zu können. Das Unfallgeschehen blieb unklar.
Nach umfangreichen Ermittlungen konnte die Polizeiinspektion Matrei einen 23-jährigen Österreicher als zweitbeteiligten Motorradfahrer ausforschen. Bisherigen Erkenntnissen zufolge fuhren die beiden Männer mit ihren nicht zum Verkehr zugelassenen Motorrädern auf der Virgental Landesstraße taleinwärts. Dabei kam der hinter dem 23-Jährigen fahrende 35-Jährige zu Sturz, und sein Motorrad prallte gegen das Motorrad des 23-Jährigen. Dadurch sei auch der 23-Jährige zu Sturz gekommen.
Der 23-Jährige leistete dem Schwerverletzten Erste Hilfe, bis weitere Ersthelfer eintrafen. Vor dem Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei wurden die Motorräder versteckt. Der 23-Jährige, der nicht im Besitz einer entsprechenden Lenkberechtigung ist, entfernte sich von der Unfallstelle. Beide Lenker dürften einen Sturzhelm getragen haben.
Der 23-Jährige wird wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und des Imstichlassens eines Verletzten an die Staatsanwaltschaft Innsbruck sowie wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen an die Bezirkshauptmannschaft Lienz angezeigt.
Text: Redaktion, Foto: tinlinx


