Virgen setzt auf bienenfreundliche Blumen im öffentlichen Raum
Die Iseltaler Gemeinde möchte mit der Maßnahme einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten und dem zunehmenden Insektensterben entgegenwirken.
Prächtiger Blumenschmuck an den Häusern und Balkonen hat in Virgen eine lange Tradition. Zudem findet man überall im Dorf öffentliche Grünflächen, Rabatten, Blumentröge an Geländern und Blumenbeete an Verkehrsinseln. Ein besonderer Blickfang ist der prächtige Blumenschmetterling bei der Ortseinfahrt. Zurecht wurde die Gemeinde Virgen im Rahmen der Entente Florale Europe im Jahr 2006 als schönsten Blumendorf Europas ausgezeichnet.

Eine Besonderheit in Virgen sind die „Bischlmamm“, das sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich liebevoll um das Gießen und die Pflege der öffentlichen Blumen kümmern. Dieses Jahr hat die Gemeinde Virgen beschlossen, im öffentlichen Bereich Pflanzen zu setzen, die zugleich Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten bieten. Mit dieser Maßnahme möchte das Sonnendorf einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten und dem zunehmenden Insektensterben entgegenwirken.

„Es ist heuer ein Versuch. Wir werden in jedem Fall aus den Erfahrungen lernen und zukünftig entsprechende Anpassungen machen“, erklärt Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler. Die Gemeinde Virgen hofft, auch Private motivieren zu können, auf insektenfreundliche Pflanzen zu setzen. Zudem könnte Virgen beispielgebend für andere Gemeinden sein.
v.l.n.r.: Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler, Gärtnermeister Armin Wibmer und Gemeindewaldaufseher Franz Martin Lang bei der Auswahl der Pflanzen
„Es gibt mittlerweile eine große Vielfalt an Pflanzen, die nicht nur für Bienen, Schmetterlinge und Insekten attraktiv sind, sondern auch schön aussehen und prachtvoll blühen“, so der Bürgermeister. Unter den ausgewählten Blumen sind beispielsweise Bidens, Verbenen und Zauberglöckchen. Die Gemeinde ließ sich bei der Auswahl von der Firma Armins Gartencenter fachkundig beraten.
Text: Redaktion, Fotos: Gemeinde Virgen