Vierter Wolf in Osttirol auf Abschussliste – Einsatz von Unterstützungsteam
Das Unterstützungsteam besteht aus bis zu zwölf Personen und kommt in einem ersten Schritt in Obertilliach zum Einsatz, wo auf einer Alm zahlreiche Schafe gerissen wurden.
Bei der Wolfsjagd in Obertilliach kommt erstmals ein professionelles Unterstützungsteam des Landes zum Einsatz. Diesen Auftrag hat LH-Stv. Josef Geisler auf Ersuchen des Jagdausübungsberechtigten und der Agrargemeinschaft nach dem Rissereignis mit insgesamt 38 toten sowie mehreren verletzten und zahlreichen vermissten Schafen auf einer Alm im Gemeindegebiet von Obertilliach erteilt.
Zudem hat die Tiroler Landesregierung einen weiteren Wolf zum Abschuss freigegeben. Damit können im Bezirk Lienz ab Dienstag, 13. Juni, vier Wölfe erlegt werden, zwei davon in Obertilliach und mehreren umliegenden Jagdgebieten.
Das angeforderte und umgehend zur Verfügung gestellte Unterstützungsteam, das in einem ersten Schritt in Obertilliach zum Einsatz kommt, besteht aus bis zu zwölf Personen. Diese verfügen nicht nur über die notwendige fachliche Qualifikation, sondern auch über die zeitlichen Ressourcen und entsprechende Ausrüstung für die Jagd auf Wölfe.
Dass es bisher nicht gelungen ist, einen Wolf zu schießen, will Josef Geisler der Jägerschaft nicht zum Vorwurf machen: „Wölfe zu bejagen, ist alles andere als trivial und zudem zeitintensiv. Deshalb haben wir in der Novelle des Jagdgesetzes vorgesorgt und die Möglichkeit geschaffen, dass sich die Jägerschaft Unterstützung holt. Von dieser Möglichkeit machen der Jagdausübungsberechtigte und die Agrargemeinschaft in Obertilliach jetzt Gebrauch.“
An die Jägerschaft in den 107 Osttiroler Jagdgebieten, in denen laut den vier in Osttirol gültigen Abschussverordnungen ein Wolf geschossen werden darf, appelliert Geisler, weiterhin alles zu versuchen, um die Abschussanordnungen zu erfüllen.
Am vergangenen Wochenende hat der örtlich zuständige Amtstierarzt auf einer Alm im Gemeindegebiet von Matrei i. O. eine verletzte Kuh begutachtet. Proben für eine genetische Untersuchung wurden genommen, um die Beteiligung eines Großraubtieres zu klären.
Text: Redaktion, Foto: AdobeStock/jimcumming