Außervillgraten: Die „Universität im Dorf“ ging in die 20. Runde

Vom 24. bis 25. September 2022 fand im Haus Valgrata in Außervillgraten die 20. Ausgabe der „Universität im Dorf“ statt. Das Thema lautete: „Ein unmaskierter Blick auf Corona“.

Gestartet wurde Samstagvormittag mit einem bunten Mitmach-Programm für die jüngeren Wissensdurstigen. In der Volksschule Außervillgraten konnten Salben, Desinfektionsmittel und süße „Medizin“ hergestellt und beim Flurnamen Workshop die Herkunft von Namen und Bezeichnungen erraten werden.

 

Bürgermeister Mag. Josef Mair eröffnete die Jubiläumsausgabe „Der Universität im Dorf”.

 

Die Vortragsreihe im Haus Valgrata wurde mit einem Blick auf das Schreckgespenst Pocken und die Mutter aller Impfungen von Elena Taddei eröffnet. Nach diesem geschichtlichen Einstieg in das Thema folgten die Ergebnisse zur Tiroler Kinder- und Jugendstudie, die von Silvia Exenberger durchgeführt und vorgestellt wurde. Die Antworten auf die Frage, wie es den jungen Menschen nach zwei Jahren Pandemie geht, konnten Zuhörerinnen und Zuhörer aus dem Publikum bestätigen. Bevor es die Möglichkeit zur Abendmesse mit Georg Fischer SJ gab, schloss Claus Oberhauser mit seinen aktuellen Forschungsergebnissen über Verschwörungstheorien den ersten Vortragstag.

 

Die Universität im Dorf ist eine seit 2001 jährlich stattfindende Veranstaltung in Außervillgraten/Osttirol. Die Arbeitsgemeinschaft „Universität im Dorf“ bemüht sich stets, für die Gemeindebevölkerung und Interessierte im weiteren Umkreis, ein passendes Programm zusammenzustellen. Vortragende sind WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Fügenschuh, Vizerektor für Lehre und Studierende der Universität Innsbruck, moderierte die Veranstaltung.

 

Bei der Abendveranstaltung diskutierten Claus Oberhauser, Andreas Exenberger, Daniela Schuster, Georg Fischer SJ sowie Gernot Walder intensiv mit Vize-Rektor Bernhard Fügenschuh über „Zeit für Entscheidungen“. Das anschließende köstliche Buffet der örtlichen Bäuerinnen begeisterte auch in diesem Jahr.

 

Altrektor em. o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Karlheinz Töchterle sprach zum Thema: „Pandemie-Diskurse einst und heute: Ursachen, Phänomene, Folgen“.

 

Am Sonntag gab es mit drei weiteren hochkarätigen Vortragenden viel zu erfahren und zu diskutieren. Altrektor und Minister außer Dienst, Karlheinz Töchterle, sprach über Pandemie-Diskurse einst und heute und führte in seinem Referat bis weit zurück in die Antike. Bereits zum dritten Mal besuchte Andreas Exenberger die „Universität im Dorf“ und sprach über globale Ungleichgewichte und welche Möglichkeiten es für ein gutes Miteinander gäbe. Pharmazeutin Daniela Schuster erläuterte als letzten Programmpunkt, wie es von der Idee zu einer Arznei kommt.

 

 

Die Universität im Dorf war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Die Arbeitsgruppe blickt auf eine gelungene und hochkarätige Veranstaltung zurück und steckt bereits in den Vorbereitungen für die Veranstaltung im nächsten Jahr.

 

Text: Redaktion, Fotos: © Elias Bachmann

14. Oktober 2022 um