Traditionstag im Zeichen der Tiroler Kaiserjäger

Gleichzeitig mit dem Traditionstag des Hochgebirgs-Jägerbataillons 24 fand in der Haspingerkaserne auch eine Leistungsschau mit den neuen Hägglunds und Quads statt.  

Das Hochgebirgs-Jägerbataillon 24 lud am Freitag, 21. April, zum Traditionstag in die Haspingerkaserne. Der Festakt stand ganz im Zeichen der Tiroler Kaiserjäger, deren 1. und 2. Regiment dem JgB 24 als Traditionstruppenkörper zugeordnet sind. Neben zahlreichen Traditionsverbänden und Vertretern von Einsatzorganisationen waren auch Abordnungen der Alpini aus Italien sowie der Kaiserjäger und Kaiserschützen anwesend. „Mit diesem Traditionstag wollen wir im Sinne der europäischen Werte in gegenseitiger Achtung und in Erinnerung an die Gewaltopfer aller Kriege gemeinsam ein sichtbares Zeichen setzen. Wir feiern gemeinsam mit unseren italienischen Nachbarn  und wollen die Zusammenarbeit mit ihnen noch intensivieren. Im Europäischen Forum betreiben wir gemeinsam Vorbereitungen für die Friedenssicherung“, so Bataillonskommandant Oberst Bernd Rott in seiner Ansprache.

 

Die Feldstandarte „2. Regiment Tiroler Kaiserjäger“, die im Rahmen des Festaktes jedes Jahr an die Col die Lana-Patrouille übergeben wird, war heuer das letzte Mal in Lienz zu sehen. Sie wird konserviert.

 

Zur Erinnerung an die Sprengung des Col di Lana-Gipfels im Ersten Weltkrieg führen Soldaten des JgB 24 gemeinsam mit den Alpini aus Buchenstein jedes Jahr eine Winterbesteigung des Berges durch – diesmal am Mittwoch, 19. April.  „Aufgrund des starken Sturmes am Gipfelgrat musste heuer der Kranz mit einem Stein befestigt werden“, berichtete Bernd Rott. Er informierte auch, dass beim Bataillon in den nächsten Jahren 248 neue Berufssoldaten-Posten in Lienz und St. Johann in Tirol geschaffen werden. „Beginnen werden wir heuer in Lienz mit 124 neuen Stellen. Gemeinsam mit dem AMS haben wir eine Informationsoffensive in diese Richtung gestartet“, so der Kommandant.

 

Oberst Bernd Rott: „Im Auftrag der Heimat stellen wir uns jedem Gegner, unter Einsatz all unseres Könnens, Initiative, Durchhaltewillen, mit der nötigen Härte und der geforderten Fairness.“

 

Die Festrede beim diesjährigen Traditionstag hielt Vizeleutnant i.R. Gottfried Kalser. Die Feldstandarte „2. Regiment Tiroler Kaiserjäger“ – eine Leihgabe vom Kaiserjägermuseum Innsbruck – war heuer  zum letzten Mal beim Traditionstag in Lienz zu sehen. Die Standarte mit der Aufschrift „Es ist Zeit“ wird aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes konserviert.

 

 

Am Sportplatz der Kaserne fand im Rahmen des Traditionstages auch eine Leistungs-, Waffen- und Geräteschau statt, zu der besonders auch die Schulen eingeladen waren. Auf großes Interesse stießen diesmal insbesondere die neuesten Sondertransportmittel Hägglunds und Quad. Eine Seilrutsche wurde aufgebaut, mit der wagemutige Besucher vom Uhrturm des Stabsgebäudes abgelassen wurden. Und am Informationsstand konnte man sich über die Berufsmöglichkeiten als Gebirgsjäger informieren.

 

Text: Redaktion, Fotos: Osttirol heute

24. April 2017 um