Tag des Denkmals: Aus Osttirol Lavanter Kirchbichl und Aguntum vertreten
Österreichweit öffnen am Sonntag, 24. September, mehr als 270 historische Objekte bei freiem Eintritt ihre Türen. Tirol ist mit 14 Programmpunkten vertreten.
Der Tag des Denkmals zeigt die Vielfalt und Unterschiedlichkeit des kulturellen Erbes Österreichs im Jubiläumsjahr: Seit 100 Jahren gibt es das österreichische Denkmalschutzgesetz. Unter dem Motto „denkmal [er:sie:wir] leben | 100 Jahre Österreichisches Denkmalschutzgesetz“ öffnen am Sonntag, 24. September, österreichweit mehr als 270 historische Objekte bei freiem Eintritt ihre Türen für interessierte BesucherInnen.
Mit dem heurigen Thema zum Tag des Denkmals knüpft Österreich an das europaweit ausgewiesene Jahresmotto „Living Heritage“ an. Im Mittelpunkt steht dabei auch das 100-jährige Bestehen des Österreichischen Denkmalschutzgesetzes, das in Tirol an einigen Programmpunkten thematisiert wird.
Am Grabungsareal der ehemaligen Römerstadt Aguntum werden am Tag des Denkmals Führungen angeboten.
Die Programmvielfalt reicht von archäologischen Präsentationen in Aguntum und Lavant über die Grabkapelle des Innsbrucker Wohltäters Johann Freiherr von Sieberer bis zum barocken Gartenhaus in Stift Stams oder der Restaurierung und Adaptierung des Imster Klösterles. Weitere Programmpunkte in Matrei am Brenner, Hall in Tirol, Längenfeld, Reutte oder Innsbruck präsentieren bei freiem Eintritt die abwechslungsreiche Kultur- und Denkmallandschaft Tirols.
Die Programmpunkte sind generell für alle Altersstufen geeignet, ein spezielles Kinderprogramm wird im Gedächtnisspeicher Len in Längenfeld, im Schloss Trautson in Matrei am Brenner und in der Burgruine Ehrenberg in Reutte angeboten.
Das Bundesdenkmalamt stellt sich in Tirol bei den zwei Eigenveranstaltungen Bischofskirche Lavant (Archäologe Mag. Johannes Pöll) und dem ehemaligen Klösterle in Imst vor.
Tag des Denkmals am Sonntag, 24. August 2023: Aus Osttirol sind die Bischofskirche am Lavanter Kirchbichl und die Römerstadt Aguntum vertreten
BISCHOFSKIRCHE LAVANT – Ergebnisse der Neukonservierung am Lavanter Kirchbichl
Die sogenannte Bischofskirche von Lavant zählt zu den bedeutendsten frühchristlichen Denkmalen Österreichs. Seit ihrer Erforschung in den frühen 1950er-Jahren prägen vor allem die wieder errichteten Marmorsäulen das Erscheinungsbild des Lavanter Kirchbichls.
Ausgelöst durch Schäden am Bestand wurde die Kirche zwischen 2017 und 2022 einer umfassenden Neukonservierung und Nachuntersuchung unterzogen. Am Tag des Denkmals werden die Ergebnisse dieser Maßnahmen in Führungen erläutert.
Bitte beachten Sie, dass nur wenige Parkplätze vor der Kirche zur Verfügung stehen. Der Fußweg ab dem Dorf ist gut begehbar.
Öffnungszeiten: 11.00 bis 15.30 Uhr
Führungen:
11.00 Uhr und 14.00 Uhr
Dauer 60 Minuten
Treffpunkt vor der Bischofskirche
RÖMERSTADT AGUNTUM IN DÖLSACH – Ruinen erzählen
Die ergrabenen, restaurierten und wieder zugänglich gemachten Gebäudereste und Stadtteile Aguntums bieten Einblick in das Alltagsleben einer wohlhabenden römischen Handelsstadt in den Alpen vor rund 2000 Jahren.
Ein geführter Rundgang durch das Zentrum der einzigen Römerstadt auf heutigem Tiroler Boden illustriert die Architektur und luxuriöse Wohnkultur in der großen Villa Atriumhaus, das Einkaufen im Macellum, den Lebensmittel- und Delikatessenladen, die Freizeitgestaltung und das Badevergnügen in der öffentlichen Therme sowie die Verwaltung und den Handel im Forum.
Es stellt sich die Frage, was sich geändert hat und was gleich geblieben ist.
Öffnungszeiten: 10.00 bis 16.00 Uhr
Führungen mit Hannes Rohracher:
10.00 Uhr und 14.00 Uhr
Dauer 60 Minuten
Thema: Das Grabungsareal der ehemaligen Römerstadt Aguntum
Treffpunkt: Museum Aguntum
Text: Redaktion, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger