Stadtbücherei Lienz ist eine von fünf „Büchereien des Jahres 2026“

Die Stadtbücherei Lienz wurde neben der Bücherei Kraubath an der Mur (Steiermark), der Erlesenen Bücherei Pottendorf (NÖ), der Öffentlichen Bibliothek Reichenthal (OÖ) und der Bücherei & Spielothek Telfs (Tirol) ausgezeichnet.

Der Österreichische Büchereipreis zielt darauf ab, die gesellschaftlich bedeutsame Arbeit der öffentlichen Büchereien in Österreich zu würdigen sowie vorbildliche und innovative Bibliotheksarbeit auszuzeichnen. Jährlich werden fünf beispielhaft arbeitende Büchereien prämiert. Das Preisgeld pro Bücherei beträgt 10.000 Euro. Mit dem Preis ist ein Gütesiegel verbunden, das der Außendarstellung der jeweiligen Bibliothek dient.

Die Preisverleihung „Bücherei des Jahres 2026” fand am 27. November im Veranstaltungssaal „The Sky“ der TU Wien statt.

Monika Aistleitner, Vorstandsmitglied des Büchereiverbands Österreich (BVÖ), führte als Moderatorin durch den Abend und begrüßte zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Bibliothekswesen – darunter Theresia Niedermüller und Antonia Rahofer vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.

Theresia Niedermüller betonte die Rolle von Bibliotheken als Orte der Begegnung und Teilhabe. Ziel des Büchereientwicklungsplans des Bundes sei es, Bibliotheken aktiv zu stärken und weiterzuentwickeln.

 

Anja Kofler, Leiterin der Stadtbücherei Lienz (sitzend links außen), nahm die Auszeichnung gemeinsam mit ihrem Team in Wien entgegen.

 

„In den österreichischen Büchereien wird Wissen lebendig und Gemeinschaft kann entstehen. Der Büchereipreis ist ein starkes Zeichen für die Kraft des Lesens und ehrt all jene, die unsere öffentlichen Büchereien mit Leben füllen. Ihre Auszeichnung erinnert uns daran, welchen hohen gesellschaftlichen Wert Bildung und kulturelle Teilhabe für uns alle haben“, lautete die Grußbotschaft von Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler.

Die Preisträgerinnen wurden von einer unabhängigen Jury ermittelt, der Rob Bruijnzeels (Bibliothekar und Mitglied des niederländischen Kollektivs „Ministerium für Vorstellungskraft“), Irene Diwiak (Autorin), Heinz Janisch (Autor), Cornelia Vonhof (Professorin und Studiengangsleitung an der Hochschule der Medien Stuttgart) und Ute Wödl (Leiterin der AK-Bibliothek Wien) angehörten.

Jurybegründung für die Stadtbücherei Lienz:

„Die Stadtbücherei Lienz zeigt, wie Bildung, Teilhabe und kulturelle Orientierung mit klarer Haltung und Innovationsbereitschaft umgesetzt werden können. Digitale Kompetenzen werden strukturell in allen Altersbereichen vermittelt. Hervorgehoben wird das umfangreiche jährliche MINT-Festival mit über 100 Veranstaltungen. Die geplanten Maßnahmen wie erweiterte Leseförderung, Inklusionsangebote und sensorisch ruhige Zonen überzeugten die Jury zusätzlich.”

 

 

 

Text: Redaktion, Fotos: BVÖ, Video: YouTube

02. Dezember 2025 um