42-Jähriger am Schlatenkees tödlich verunglückt
Im Gemeindegebiet von Matrei stürzte ein Tourengeher aus Tschechien bei der Abfahrt in eine Gletscherspalte und konnte nur mehr tot geborgen werden.
Eine Dreierseilschaft – bestehend aus zwei Tourengehern aus Tschechien und einem Österreicher – stieg am Sonntag, 19. Februar 2017, von der Neuen Prager Hütte (2.796 m) über das spaltenreiche Schlatenkees angeseilt bis auf ca. 3.500 Meter in den Bereich der Venedigerscharte – diese liegt zwischen dem Großen und Kleinen Venediger – auf. Dort entschloss sich die Seilschaft aufgrund Ermüdung zweier Alpinisten zur Umkehr. Die drei Tourengeher fuhren dann entlang der Aufstiegsroute unangeseilt ab. Der 42-jährige tschechische Staatsbürger fuhr voraus. Auf ca. 3.200 Metern Seehöhe brach eine „Schneebrücke“ ein, und der 42-Jährige stürzte ca. 15 bis 20 Meter in eine Gletscherspalte. Seine beiden Begleiter setzten anschließend die Rettungskette in Gang.
Bergretter aus Matrei und Prägraten sowie die Alpine Einsatzgruppe Lienz rückten aus. Auch der NAH Christophorus 4 und die Libelle Tirol standen im Einsatz. Gegen 16.45 Uhr gelang es den Rettern, den Mann zu bergen. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod feststellen. Bis dato gibt es keine Hinweise auf eine allfällige Führungsverantwortung, teilt die Polizei mit.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute/Mühlburger