Schülerinnen und Schüler der MS Egger-Lienz leben den DO-Day

Mit dem innovativen Lernformat sollen die jungen Erwachsenen dazu befähigt werden, die Herausforderungen unserer Zeit mit viel Mut, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein anzugehen.

Nicht für sich selbst und nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen – die Mittelschule Egger-Lienz will so früh wie möglich das Bewusstsein dafür bei den Schülerinnen und Schülern schaffen. Die jungen Erwachsenen werden sensibilisiert und übernehmen Verantwortung für ihr Tun. Aus dieser Überlegung heraus hat sich die Schule intensiv mit diesem Thema befasst und sich dazu entschlossen, den DO-Day – abgeleitet von Tuesday oder Tu es Tag – in den Unterricht zu integrieren.

 

Ein motiviertes junges Team sorgte an zwei Tagen im Dezember für das leibliche Wohl in der großen Pause. Mit leckeren Baumwaffeln, Cookies, Muffins, Pizzaschnecken und vielem mehr wurden die SchülerInnen und LehrerInnen verwöhnt. Der Reinerlös kommt der Lebenshilfe Tirol zugute.

 

In vier zusammenhängenden Stunden pro Woche, jeweils an einem Dienstag, arbeiten die Kids der 1i und 4a Klasse jahrgangsübergreifend an selbstgewählten Projektideen rund um die SDGs – die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele. Dabei werden sie selbstwirksam, sind motiviert, und es wird Energie freigesetzt, die in den „normalen“ Unterrichtsstunden manchmal verloren geht.

 

Kreative Köpfe für Lernorte mit Atmosphäre: Eine Projektgruppe verschönerte einen nicht gerade einladenden Lernort, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Sie bastelten und zeichneten und erfreuten sich mit jeder kleinen Veränderung.

 

Ein engagiertes Team an LehrerInnen begleitet die SchülerInnen in ihrem Tun und hilft im Hintergrund unterstützend. Fachspezifische ExpertInnen werden von außerhalb zugezogen, um die Projektideen auch zum gewünschten Erfolg zu bringen. Ziel soll sein, dass junge Erwachsene auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen kommunizieren können, globale Herausforderungen meistern und mit ihrem Tun für sich und ihre Umwelt eine lebenswerte Zukunft schaffen.

 

Eine Gruppe bündelte ihre Kräfte, um durch den Verkauf von Seifen für einen guten Zweck einzutreten. Ein großzügiger Sponsor unterstützte ihre Initiative. Mit jedem verkauften Stück trugen die SchülerInnen zur finanziellen Hilfe für das Osttiroler Tierheim bei. Aus diesem Projekt heraus entstand ein tolles Folgeprojekt. Zwei Mädchen aus der 1i Klasse wollten wissen, was mit ihrer Spende passiert. Deshalb kontaktierten die beiden das Osttiroler Tierheim und machten einen Termin aus, um sich die Institution genauer anzuschauen. Sie waren so berührt davon, dass sie sich nun öfter um das Wohl der heimatlosen Tiere kümmern werden.

 

Die Schülergruppen konnten viele ihre Projekte und Ideen erfolgreich nach ihren eigenen Vorstellungen umsetzen und zufriedenstellend abschließen. Die Möglichkeit, Projekte nach eigenen Vorstellungen umzusetzen und zur Zufriedenheit aller abzuschließen, unterstreicht das Engagement und die Kreativität der SchülerInnen.

 

Im Biologieunterricht wurden bisher bereits zahlreiche Organe theoretisch behandelt und besprochen. Doch die Möglichkeit, ein Organ tatsächlich zu berühren, zu fühlen und zu untersuchen, war den SchülerInnen der 4a- und 1i-Klasse bislang fremd. Mit einem fundierten Vorwissen und einer detaillierten Sezieranleitung wagten sich die vier jungen Pathologinnen an die Herausforderung. Es gab viele Fragen zu klären: War das Tier gesund? Funktionierte die Durchblutung der Herzkammern einwandfrei? Waren die linke und die rechte Herzkammer in etwa gleich groß?

 

 

Text: Redaktion, Fotos: MS Egger-Lienz

12. März 2024 um