Schüler*innen des Lienzer Gymnasiums unterstützen Amphibienprojekt an der Isel
Im Rahmen eines Interreg-Projektes wurden an der Isel drei neue Tümpel errichtet. Die Schüler*innen halfen mit, die Bereiche mit Sträuchern zu bepflanzen.
Welche Amphibienarten gibt es überhaupt in Osttirol? Und warum hat man gerade hier an der Isel Amphibientümpel angelegt? Diese und ähnliche Fragen stellten die Schüler*innen der 4D-Klasse des BG/BRG Lienz an Ing. Mag. Sara Weiß, Amphibienexpertin der Firma REVITAL, am 17. Mai bei einer Exkursion zu den neu angelegten Amphibientümpeln am Iseltrail bei Oberlienz. Die Jugendlichen erfuhren dabei, dass alle in Tirol vorkommenden Amphibienarten gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht sind und man mit diesem Projekt die Amphibienpopulation an der Isel fördern will.

„Früher, als die Isel noch nicht reguliert war und öfter über die Ufer getreten ist, sind solche Tümpel immer wieder von Natur aus entstanden”, erklärte Sara Weiß. Heute muss man etwas nachhelfen, und so wurden im Rahmen eines vom RMO Lienz koordinierten „Dolomiti-Live“-Interreg-Projektes unter dem Titel „Feuchtgebiete“ drei neue Tümpel errichtet.

„Bei der Besichtigung der Tümpel konnten die Schüler*innen feststellen, dass sich bereits Bergmolche, Grasfrösche und Erdkröten angesiedelt hatten. Es wäre aber schön, wenn sich auch die stark gefährdete Gelbbauchunke hier wieder einfinden würde“, erklärte Lehrerin Mag. Renate Hölzl. Um Deckungsmöglichkeiten für die Amphibien zu schaffen, halfen die Schüler*innen fleißig mit, die Teiche mit verschiedenen Sträuchern zu bepflanzen.

„Am Ende des Projekt-Vormittages besuchten uns auch einige der Projektverantwortlichen vor Ort. Otto Trauner vom TVBO, DI Walter Hopfgartner von der Abt. Wasserwirtschaft des BBA Lienz und Alfred Weber, Verantwortlicher des Öffentlichen Wassergutes vom Land Tirol, konnten sich ein Bild von der engagierten Arbeit der Schüler*innen machen. Im Namen des Gym Lienz bedanken wir uns bei allen Verantwortlichen für die Umsetzung und Betreuung dieses tollen Projektes. Mit den Schüler*innen des Laborzweiges werden wir gerne die weitere Entwicklung der Amphibientümpel beobachten und so das geplante Citizen-Science-Monitoring unterstützen“, so Hölzl.
Text: Redaktion, Fotos: BG/BRG Lienz
