Schneechaos: Transalpine Ölleitung seit heute wieder in Betrieb

Die Stromversorgung in Osttirol ist seit heute Vormittag wiederhergestellt. Der Rohhöltransport der TAL zu den acht Raffinerien läuft wieder.

Aufgrund der heftigen Schneefälle ist es in den vergangenen Tagen in weiten Teilen des Bezirkes Lienz zu Problemen mit der Stromversorgung gekommen. Davon betroffen war auch die Transalpine Ölleitung, die nach mehreren Stromausfällen abgeschaltet werden musste. Aufgrund der akuten Lawinengefahr war darüber hinaus die Pumpstation Gruben nicht über die Straße, sondern nur per Helikopter erreichbar.

Nachdem die Rückkehr zum Normalbetrieb von der vollständigen Wiederherstellung der Stromversorgung abhing, arbeiteten Mitarbeiter der TINETZ mit Hochdruck daran, dies zu gewährleisten. Seit Freitagvormittag, 11.12., ist die Stromversorgung nun wiederhergestellt. „Wir konnten damit auch den Betrieb der Transalpinen Ölleitung wieder starten“, informiert Alessio Lilli, General Manager der TAL.

„Die TAL-Anlagen selbst waren durch die massiven Schneefälle nicht beeinträchtigt“, so Lilli weiter. „Wir haben den Rohöltransport zu den acht angeschlossenen Raffinerien erfolgreich wiederaufgenommen.“ Es habe sich gezeigt, dass die Sicherheitssysteme 100-prozentig funktionieren.

 

Die Transalpine Ölleitung transportiert jährlich mehr als 40 Millionen Tonnen Rohöl vom Hafen Triest zu acht Raffinerien in Österreich, Deutschland und Tschechien und ist damit eine Hauptschlagader der mitteleuropäischen Wirtschaft. Das Unternehmen versorgt Österreich zu 90 Prozent, die Tschechische Republik zu 50 Prozent und Deutschland zu 40 Prozent mit Rohöl. In Bayern und Baden-Württemberg sind es 100 Prozent.

 

Text: Redaktion, Foto: EXPA/FEI

11. Dezember 2020 um