Schafrisse in Lavant und Leisach einem Wolf der italienischen Population zugeordnet
Amtstierärztlich abgeklärt wurden auch ein totes Kalb in St. Johann im Walde und ein aus Abfaltersbach gemeldetes totes Lamm. Zur Abklärung wurden Tupferproben entnommen.
Die Schafrisse in Osttirol und im Wipptal sind jeweils einem männlichen Wolf aus der italienischen Population zuzuordnen. Dies ergab die Genotypisierung zur Bestimmung des Individuums. Die Risse auf der Leisacher Kofelalm und der Lavanter Schafalm sind demnach ein und demselben Wolf zuzuordnen Das Tier hat die Bezeichnung 90MATK. Die Risse im Wipptal (Navis, Schmirn, Ellbögen) wurden ebenfalls ein und demselben Wolf aus der italienischen Population zugeordnet (Bezeichnung 87MATK).
Das Land Tirol teilt mit, dass Mitte dieser Woche auf einer Alm im Gemeindegebiet von St. Johann im Walde nach einer Zwillingsgeburt ein totes Kalb aufgefunden wurde, das stark genutzt war. Zur Abklärung der Beteiligung eines großen Beutegreifers wurden vom zuständigen Amtstierarzt Tupferproben genommen. Eine Nachschau bei den ebenfalls auf dieser Alm befindlichen Schafen habe jedoch keine Hinweise auf eine aktuelle Präsenz eines großen Beutegreifers erbracht.
Amtstierärztlich abgeklärt wurde am Donnerstag, 24. September, auch ein aus Abfaltersbach gemeldetes totes Lamm. Im Gemeindegebiet von Assling wurde Mitte September ein weiteres totes Lamm begutachtet. In beiden Fällen wurden keine Hinweise auf die Beteiligung eines großen Beutegreifers festgestellt. Zur vollständigen Abklärung wurden aber Tupferproben für eine genetische Untersuchung entnommen.
Text: Redaktion, Symbolfoto: Ralph Frank