Rotes Kreuz Osttirol: Die Brandkatastrophe im Rückblick

Vier von zehn Wohneinheiten sind durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden; die übrigen sechs dürften in Kürze wieder bewohnbar sein.

„Die Brandkatastrophe von vergangenem Mittwoch im 2019 neu bezogenen Rotkreuz-Zubau, hat uns, vor allem nach den anhaltenden Herausforderungen der letzten Monate, kurzzeitig an unsere Grenzen gebracht – aber nur kurz, denn alles, was wirklich zählt, ist, dass dabei niemand körperlich zu Schaden gekommen ist.“ So fasst Christa Erlacher, Sprecherin des Roten Kreuzes Osttirol, die Ereignisse rund um das Brandgeschehen im Bereich des „Betreubaren Wohnens“ zusammen.

Die langjährige Mitarbeiterin der Rotkreuz-Organisation im Bezirk Lienz spricht damit in erster Linie die Hausbewohner der „betreubaren Wohneinheiten“ an, die, je nach individueller Bedürftigkeit, ein weitestgehend eigenständiges Leben führen und im Rotkreuz-Komplex ein neues Zuhause gefunden hatten. „Sie wohnen alleine und können Leistungen des Roten Kreuzes, des Sozialsprengels oder auch der Lebenshilfe mit in Anspruch nehmen. Ein großer Vorteil für die Bewohner ist, dass sie in der Sozialen Servicestelle einen Ansprechpartner haben, der sie bei kleineren und größeren Anliegen gerne unterstützt“, so Erlacher.

Vier dieser insgesamt zehn Wohnungen wurden, so die Information des Roten Kreuzes Osttirol, durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen; die übrigen sechs Wohnungen dürften in Kürze wieder bewohnbar sein. Zwischenzeitlich wurden die Bewohner in Ersatzquartieren oder bei Verwandten untergebracht, wobei, so Erlacher, die Hilfeleistung und Organisation durch die Lienzer Bürgermeisterin von großem Vorteil war. „Bgm. Elisabeth Blanik war persönlich vor Ort. Noch während der Löscharbeiten organisierte sie zwei Unterkünfte für Bewohner, die ein Ersatzquartier benötigten. Sechs weitere Mieter fanden bei Angehörigen Unterschlupf.“

Die bislang unklare Ursache des Brandes wird in den nächsten Tagen von Sachverständigen untersucht. „Der ausführende Architekt hat bestätigt, dass bei Planung und Bauausführung auf qualitativ hochwertigen Brandschutz geachtet wurde. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass die übrigen sechs Wohneinheiten weitestgehend unbeschädigt geblieben sind“, informiert Erlacher.

Ihr abschließender Dank im Namen des Roten Kreuzes Osttirol gilt der Feuerwehr Lienz, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, den Bewohnern der „betreubaren Wohneinheiten“ und deren umsichtigen Angehörigen, aber natürlich auch allen MitarbeiterInnen und Mitarbeitern – und auch jenen, die das Rote Kreuz immer wieder mit Spenden und positiven Rückmeldungen unterstützen.

 

Text: J. Hilgartner, Foto: ÖRK Osttirol/Obererlacher

11. April 2020 um