Hohe Qualität, zufriedene Züchter und großes Publikumsinteresse bei Bezirks-Rinderschau

Am 7.5. fand in der RGO Arena in Lienz die Osttiroler Bezirks-Rinderschau statt – nach den schwierigen Jahren der Pandemie ein echter „Feiertag“ für die heimischen Zuchtbetriebe.

Mit einer großen Ausstellung wurde am Samstag, 7.5.2022, das 10-jährige Jubiläum der RGO Arena in Lienz gefeiert. Erstmals fand nach sieben Jahren in diesem Rahmen wieder eine Bezirks-Rinderschau mit Beteiligung aller Rassen statt. Neben Fleckviehrindern wurden auch Fleckvieh-Red Friesian Kreuzungen, Holstein- und Grauvieh-Rinder präsentiert. Nicht zu vergessen die drei Bambini-Gruppen, wobei hier neben den genannten Rassen zusätzlich auch Braunvieh- und Pustertaler Sprinzen-Kälber zu sehen waren. Mit den beiden Preisrichtern – Ing. Bruno Deutinger, Tierzuchtdirektor aus Salzburg für die Kuh-Gruppen, und Edina Scherzer aus Kärnten für die Kalbinnen- und Bambini-Gruppen Kälbern – kamen zwei anerkannte Fachleute zum Einsatz. Sie hatten insgesamt 129 Rinder und 31 Kälber von 60 Osttiroler Rinderzüchtern in 18 verschiedenen Altersgruppen zu reihen. Bei der Preisübergabe wurden sie von der amtierenden Miss Rinderzucht Tirol, Christina Schneeberger aus Matrei, unterstützt.

 

 

Eröffnet wurde die von der Raiffeisengenossenschaft Osttirol organisierte Veranstaltung mit einer feierlichen Tiersegnung durch Pfarrer Siegmund Bichler, umrahmt von einer Bläsergruppe der Stadtmusik Lienz.

 

 

Im Anschluss daran startete die Bezirks-Rinderschau 2022 mit den drei Bambini-Gruppen in den Tag. 31 Kinder in drei verschiedenen Altersgruppen (4 bis 13 Jahre) zeigten mit ihren Kälbern im Ring ihr Können, vor allem aber ihre Begeisterung und Freude an der Arbeit mit den Tieren. „Gams“, „Sennerin“, „Hanna“, „Braune“, „Helena“ und „Gusti“ – so lauteten die Namen der bestbewerteten Kälber zur großen Freude ihrer Besitzer*innen.

 

 

Direkt im Anschluss an den Bambini-Cup startete das Preisrichten in den einzelnen Gruppen. Die Gesamt-Sieger-Entscheidung der Fleckvieh-Jungkühe war sprichwörtlich eine „Sache“ der Züchterfamilie Leopold Dichtl, vulgo „Krienhuber“ aus Virgen. Ihre Kuh „Bessi“ holte den Gesamt-Sieg vor „Hanna“, beides Walot-Töchter aus dem eigenen Züchterstall.

 

 

Bei den Fleckvieh-Kühen Mittel wurde die Kuh „Blonda“ von Stefan Stadler, vulgo „Moser“ aus Virgen, vor der Kuh „Simone” von Bernhard Mariacher/Sabrina Bachmeier”, vulgo „A. Grader“ aus Virgen, von Preisrichter Bruno Deutinger an die Spitze gestellt.

 

 

Weiter ging es mit der Grauvieh-Gruppe, die Josef Kratzer, vulgo „Unterfeld“ aus Prägraten, mit der Kuh „Afra“ für sich entschied, vor der Kuh „Lucy“ von Michael Mayr, vulgo „Lienharter“ aus Strassen.

 

 

Ebenfalls wieder einen Doppel-Sieg holte sich der Betrieb Bernhard Mariacher/Sabrina Bachmeier aus Virgen bei der Gesamt-Sieger Entscheidung der Kühe Alt. Ing. Bruno Deutinger kürte die ältere Kuh „Schwarzl“ mit 10 Abkalbungen zur Gesamt-Siegerin vor der Kuh „Sakiri“ mit sechs Abkalbungen.

 

 

Bei den Fleckvieh-Kühen Herdebuch C und D wurde die Kuh „Kiachal“ von Besitzer Marco Brugger, vulgo „Mittermoar“ aus Ainet, vor „Sunshine“ von Burkhard Mariner, vulgo „Pulverer“ aus Virgen, gereiht.

 

 

Die Holstein Gesamt-Sieger-Entscheidung machten sich zwei Kühe aus dem Züchterstall Stefan Dichtl, vulgo „A. Steffinger“ aus Virgen, unter sich aus: „Diana“ siegte vor „Aschly“.

 

 

Edina Scherzer reihte die Fleckvieh Kalbinnen-Gruppen, wo neben der Typ-Entscheidung auch der Vorführsieger gekürt wurde. Andreas Steiner, vulgo „Stampf“ aus Matrei, gewann mit der Kalbin „Lissabon“ nicht nur die Gesamt-Typ-Entscheidung, sondern überzeugte auch mit seiner ruhigen Art und entschied die Gesamt-Vorführ-Entscheidung für sich. Gesamt-Typ-Reservesiegerin bei den Kalbinnen wurde „Blieml“, vorgeführt von Christoph Stadler, vulgo „Moser“ aus Virgen. Gesamt-Vorführ-Reservesieger wurde Lukas Mariner, vulgo „Pulverer“ aus Virgen, mit der Kalbin „Fiona“.

 

 

Mit der großen Tombola-Verlosung, bei der Christof Mußhauser aus Thurn das Zuchtkalb „Giulia“ erhielt, ging ein grandioser Ausstellungs-Tag zu Ende. Die zahlreichen Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie Vertreter der Interessensvertretung, unter ihnen RGO-Obmann Franz Klocker und RGO Abteilung Rinderzucht-Obmann Johann Prast, LK-Präsident Josef Hechenberger, der Obmann des Tiroler Rinderzuchtverbandes, ÖR Kaspar Ehammer, Bezirksbauernbund-Obmann LA Bgm. Martin Mayerl, LA Hermann Kuenz sowie Bezirkskammer-Obmann Konrad Kreuzer, stellten zufrieden fest, dass mit der Bezirks-Rinderschau einmal mehr ein starkes Zeichen für die heimische Landwirtschaft gesetzt wurde. ÖR Kaspar Ehammer betonte: „Osttirol ist immer eine Reise wert. Bei so vielen jungen, engagierten Leuten braucht man sich um die Zukunft der Landwirtschaft keine Sorgen machen.“

 

Text: Redaktion, Fotos: © RGO und Osttirol Journal/Elias Bachmann

12. Mai 2022 um