„Rekordsommer“ für die Gletscherschmelze
Das Äußere Mullwitzkees im Venedigermassiv verlor im Messjahr 2014/2015 mehr Masse als je zuvor. Der überdurchschnittlich warme Sommer 2015 führte zu einem Negativrekord.
Seit 2006 werden am Äußeren Mullwitzkees in der Venedigergruppe von Wissenschaftlern Massenbilanzuntersuchungen durchgeführt. Im letzten Messjahr, das vom 1.10.2014 bis 30.9.2015 reichte, mussten die Forscher einen Negativrekord in der fast 10-jährigen Messgeschichte feststellen. Während 2013/14 die erste leicht positive Massenbilanz seit Beginn der Messungen erfasst wurde, erbrachte die Massenbilanz 2014/2015 ein unerfreuliches Ergebnis: Der Massenverlust belief sich auf minus 4,475 Mio. m³. Ausschlaggebend für den großen Verlust waren die überdurchschnittlich warmen Monate Juni, Juli und August sowie das Fehlen regelmäßiger Neuschneefälle am Gletscher während der Sommermonate 2015.
Nähere Informationen zu den Massenhaushaltsuntersuchungen am Mullwitzkees bietet der Vortrag von Martin Stocker-Waldhuber in der Stadtbücherei Lienz, am Mittwoch, 3.02.2016, 19.30 Uhr.
Text: Redaktion, Foto: NPHT/Jurgeit