Sommer, Sonne, Hitze: Was tun bei extrem hohen Temperaturen?

Diese Woche werden für Tirol konstant Temperaturen über der 30 Grad-Marke vorhergesagt, damit gilt in den nächsten Tagen die Stufe gelb (Stufe 2) der vierteiligen Skala.

Vor allem für gesundheitlich geschwächte Menschen können die hohen Temperaturen nicht nur anstrengend, sondern auch zur Gefahr werden Experten raten daher, Empfehlungen und Hitzetipps zu beachten. Dies unterstreicht auch die Tiroler Gesundheitsdirektorin Theresa Geley. „Die hohen Temperaturen sind für alle Altersgruppen eine Herausforderung, vor allem aber für ältere und geschwächte Personen sowie Kleinkinder sind sie eine besondere Belastung, da diese ihre Körpertemperatur weniger gut regulieren können. Nimmt der Körper mehr Wärme auf als er wieder abgibt, kann es zu einem Hitzestau oder im schlimmsten Fall sogar zu einem lebensbedrohlichen Hitzeschlag kommen“, erklärt sie.

Empfehlungen und Tipps gegen Hitzebelastung

Bei erhöhter Hitzebelastung gilt es deshalb, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vor allem mit Wasser und (leicht) verdünnten Fruchtsäften sowie auf eine leichte und gut verdauliche Kost wie Obst, Salate und Gemüse zu achten. Erledigungen und sportliche Betätigungen sollte man am besten auf die Morgen- und Abendstunden verschieben. Bei einem Aufenthalt im Freien sind ein entsprechender Sonnenschutz (wie eine Kopfbedeckung) und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor wichtig.

Die Wohnung kann durch Rollläden und morgendliches Querlüften abgekühlt werden. Dabei sollten unbedingt auch die Schranktüren geöffnet werden, um einen Hitzestau in den Schränken zu verhindern. Ebenfalls wird empfohlen, elektronische Geräte wie PC, Fernseher, Wäschetrockner und Geschirrspüler wegen der Abluftwärme sparsamer einzusetzen.

Um frühzeitig über kommende Hitzetage Bescheid zu wissen, werden seitens der ZAMG laufend Wetterprognosen online veröffentlicht und bei Bedarf Hitzewarnungen ausgegeben. Das Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zudem ein Hitzetelefon zur Beratung der Bevölkerung aktiviert. Hier erhalten BürgerInnen unter der Telefonnummer 050 555 555 österreichweit und kostenlos praktische Tipps und Ratschläge bei Hitzewellen.

Weitere nützliche Informationen finden sich auch auf der Website der AGES

 

Text: Redaktion, Foto: © Rainer Fuhrmann

18. Juli 2022 um