Zukunftsweisendes Projekt in Assling feierlich eröffnet
Etwas mehr als ein Jahr betrug die Bauzeit für den modernen Zweckbau in Thal, der zukünftig „Heimat“ und zentrale Anlaufstelle für die FF Assling sein wird.
Zu dem im Vorfeld bestens organisierten Festakt kamen am Samstag, 15.7.2023, zahlreiche Gäste aus Land und Bezirk nach Assling, um gemeinsam mit den Vertretern von Gemeinde, Feuerwehr und Bauträger das gelungene Bauwerk zu feiern. Asslings Bürgermeister Reinhard Mair freute sich über die rege Teilnahme und brachte seinen Stolz über das fertiggestellte Projekt zum Ausdruck.
Feuerwehrkommandant Manuel Oberwasserlechner mit Bgm. Reinhard Mair beim symbolischen Schlüssel-Durchschneiden (links im Bild WE-Geschäftsführer Walter Soier)
Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes für Alt-Bgm. Bernhard Schneider. In seiner Amtszeit wurden die wichtigsten Weichen für das neue Feuerwehrzentrum gestellt.
Bürgermeister Mair nahm weiters auch die Begrüßung der Ehrengäste vor, unter ihnen die Tiroler Landesrätin Astrid Mair, Osttirols Bezirkshauptfrau Olga Reisner, der Osttiroler Landtagsabgeordnete Bgm. Martin Mayerl, WE-Geschäftsführer Dir. DI Walter Soier, Landesfeuerwehr-Inspektor Alfons Gruber, Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl, Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner sowie Bezirkspolizeikommandant-Stv. Jakob Ebner und der Lienzer Postenkommandant Dietmar Mairer.
Bevor direkt beim neuen Einsatzzentrum die eigentliche Eröffnungsfeier mit Gottesdienst über die Bühne ging, erfolgten am Sportplatz Thal Aufmarsch und Meldung.
Dekan Franz Troyer gab der neuen Infrastruktureinrichtung den kirchlichen Segen.
Dekan Franz Troyer zelebrierte die Hl. Messe und segnete das neu errichtete Feuerwehrgebäude, in das insgesamt 3,4 Millionen Euro investiert wurden. Rund eine Million steuerte das Land Tirol bei. Sponsorbeiträge für die Finanzierung von Ausstattung und Einrichtung des FF-Zentrums kamen aus der Bevölkerung und von heimischen Betrieben, unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden von FF-Mitgliedern geleistet.
Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Assling, Manuel Oberwasserlechner, strich auch die zahlreichen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden der FF-Mitglieder heraus.
Das „brandneue“ Gebäude ist, wie FF-Assling Kommandant HBI Manuel Oberwasserlechner ausführte, zentraler Anlaufpunkt für die Feuerwehrfrauen und -männer der Blaulichtorganisation, die mit sieben Löschgruppen, verteilt auf das gesamte Gemeindegebiet, eine der größten Feuerwehren im Bezirk Lienz darstellt. Außerdem, so Manuel Oberwasserlechner, werde mit der neuen Infrastruktur auch der Jugend in der Feuerwehr eine zukunftsweisende Perspektive geboten.
Baustart für das FF-Zentrum war im April 2022 auf einem bereits im Frühjahr 2020 erworbenen Grundstück, vis a vis vom Bahnhof Thal. Den Umsetzungsauftrag hatte die Tiroler gemeinnützige Wohnbaugesellschaft (WE) erhalten. Mit dieser schloss die Gemeinde Assling einen Baurechtsvertrag ab. Die Gemeinde mietet das Gebäude über eine Laufzeit von 30 Jahren, danach geht es in deren Besitz über.
Das FF-Zentrum Assling bietet auf knapp 1.000 m² ausreichend Platz für Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge sowie für die Gerätschaften der Asslinger Florianis. Es verfügt über alle für die Feuerwehr notwendigen Bereiche wie u.a. einen Funk- und einen Kommandoraum und ermöglicht im Inneren einen geordneten Ablauf. Neue Umkleiden, ein Trockenraum und Sanitäranlagen stehen nach den Einsätzen zur Verfügung. In der Atemschutzwerkstatt kann künftig die Ausrüstung des Atemschutztrupps für die gesamte Feuerwehr Assling aufgerüstet, gereinigt und überprüft werden. Im Obergeschoß befinden sich der Schulungs- und Kameradschaftsraum, ein Raum für die Jugendfeuerwehr, ein Büro, eine Küche, weitere Sanitäranlagen sowie zusätzlich ein großzügiger Proberaum für die Sängerrunde Thal. Technisch ist das neue Zuhause der Florianis mit allen Finessen ausgestattet: Eine hochmoderne Notstromversorgung sichert im Katastrophenfall die unabhängige Funktionsfähigkeit der Einsatzzentrale.

Das Einsatzgebiet der Asslinger Feuerwehr umfasst rund 100 km², insgesamt sind der Reaktionsschnelligkeit, Einsatzbereitschaft und dem Engagement der Mitglieder der Blaulichtorganisation rund 1.800 Personen und mehrere Gewerbebetriebe anvertraut. Die FF-Kameradinnen und Kameraden sind oft unter schwierigen Umständen im Dauereinsatz. Deshalb war es umso wichtiger, gute Rahmenbedingungen für die Einsatzkräfte zu schaffen, die über das Jahr laufend zu Brand-, Rettungs-, Umwelt-, Schadstoff- und anderen technischen Einsätzen im Gemeindegebiet von Assling und darüber hinaus ausrücken. Das neue Feuerwehrzentrum verfügt durch die Lage direkt an der B 100 über eine bestmögliche Verkehrsanbindung und bringt auch damit die besten Voraussetzungen mit, im Katastrophen- oder Krisenfall für die Bevölkerung ein Ort der Sicherheit und Anlaufstelle zu sein.
Text: Redaktion, Fotos: © FF Assling, Osttirol heute