Naturkundliche Arbeitsgemeinschaft Osttirol: Rote Listen und Wildpflanzen

Oliver Stöhr spricht über die Gefährdung unserer heimischen Pflanzenwelt. Auf die Spur essbarer Wildpflanzen begibt sich Susanne Gewolf bei einer Exkursion an die Isel in Oberlienz.

Die Naturkundliche Arbeitsgemeinschaft Osttirol lädt wieder zu zwei interessanten Veranstaltungen.

Oliver Stöhr hält am Mittwoch, 3. Mai, um 19.30 Uhr im Vortragsraum der Stadtbücherei Lienz einen

Vortrag zum Thema „Rote Listen als ,Fieberthermometer‘: Wie stark gefährdet ist unsere heimische Pflanzenwelt?“

Der Druck auf unsere Natur hält unvermindert an, sei es etwa durch Veränderungen in der Landwirtschaft, durch den unverminderten Landschaftsverbrauch, durch Umweltverschmutzungen oder durch den Klimawandel. Die heimische Pflanzenwelt in ihrer ganzen Vielfalt ist hiervon besonders betroffen, was sich auch in den sogenannten „Roten Listen“ widerspiegelt.

In den letzten Jahren wurden für Nord- und Osttirol, aber auch für Gesamtösterreich Neubearbeitungen dieser für den Naturschutz so wichtigen Gefährdungseinstufungen bei den Farn- und Blütenpflanzen vorgenommen, an denen der Referent als fundierter Kenner der heimischen Flora maßgeblich mitgewirkt hat. Wesentliche Ergebnisse dieser Roten-Listen-Aktualisierungen werden im Rahmen dieses Vortrages vorgestellt, wobei auf so manche überraschende Detailergebnisse und Gefährdungseinstufungen hingewiesen wird. Zudem werden auf fachlicher Basis Handlungsschwerpunkte sowie Prioritäten zum besseren Schutz unserer heimischen Pflanzenvielfalt – insbesondere im Hinblick auf die Situation in Osttirol – präsentiert.

 

Die Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata) ist aufgrund des Extensivwiesenrückganges in Osttirol wie auch in Österreich als „gefährdet” (VU) eingestuft.

 

Am Samstag, 6. Mai, findet eine Exkursion mit Susanne Gewolf zum Thema „Iss was Gscheit’s – essbaren Wildpflanzen auf der Spur“ statt.

Es handelt es sich um einen halbtägigen botanischen Spaziergang im Bereich der Isel in Oberlienz. Dabei werden sich Susanne Gewolf und die TeilnehmerInnen anschauen, was zu dieser Zeit blüht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den essbaren Wildkräutern. Was und wie diese Pflanzen bzw. Pflanzenteile geerntet und in der Küche verwendet werden können, wird vorgestellt. Nicht zu kurz kommt auch der Naturschutzgedanke, denn es wird einerseits auch die Deutsche Ufertamariske angeschaut und deren Biologie besprochen und andererseits sollte nicht jede genießbare Pflanzenart aufgrund ihrer Seltenheit und ihres Schutzstatus auch verzehrt werden.

• Treffpunkt I (zur Bildung von Fahrgemeinschaften):
8.45 Uhr beim Parkplatz Schloss Bruck

• Treffpunkt II:
Glanzer Brücke um 9.00 Uhr

• Dauer bis ca. 12.30 Uhr

• Empfohlene Ausrüstung: Festes Schuhwerk (Turnschuhe ausreichend), eventuell Jause und Getränke, Sonnenschutz, falls vorhanden Fotoapparat, Fernglas und Lupe

 

Text: Redaktion, Fotos: Oliver Stöhr

18. April 2023 um