Mit der Rückkehr des Winters steigt in Tirol auch die Lawinengefahr
Die Schneefallgrenze soll in den kommenden Tagen in weiten Teilen Tirols auf unter 1.000 Meter sinken. Der Neuschnee lässt die Lawinengefahr auf Stufe 3 ansteigen.
Aufgrund einer Kaltfront sinkt die Schneefallgrenze in weiten Teilen Tirols in den kommenden Tagen auf unter 1.000 Meter Seehöhe. Laut den aktuellen Wettermodellen der GeoSphere Austria hält das wechselhafte, kühle Wetter auch am Wochenende an. Weitere Niederschläge gibt es in den kommenden Tagen vor allem auf der Alpennordseite. Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol gibt daher für weite Teile Tirols die Lawinengefahrenstufe 3 „erheblich“ aus und empfiehlt allen WintersportlerInnen, im freien Skigelände große Vorsicht und Zurückhaltung walten zu lassen.
Defensives Verhalten im freien Gelände
„Mit Schneefällen bis in niedrige Lagen ist einschließlich des kommenden Wochenendes zu rechnen. Die Lawinengefahr steigt dadurch vielerorts auf die Lawinengefahrenstufe 3 an. Durch den Neuschnee können vor allem im extrem steilen Gelände zahlreiche Lockerschneelawinen abgehen. Ebenso rechnen wir kurzfristig mit einer erhöhten Auslösebereitschaft von Schneebrettlawinen. Wir raten zu einem defensiven Verhalten im freien Gelände. Die meisten Lawinenunfälle mit Personenbeteiligung – nämlich etwas über die Hälfte – passieren bei Lawinengefahrenstufe 3. Diese Stufe wird oft unterschätzt“, erklärt Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol.
Vorsicht auch im Straßenverkehr
Die aktuellen Schneefälle wirken sich vor allem auf die Straßenverhältnisse höher gelegener Passstraßen aus, wo sich eine nasse, rutschige Neuschneedecke bilden kann. Dahingehend ist auch im Straßenverkehr derzeit Vorsicht geboten. Die Winterreifenpflicht für PKW und LKW bis 3,5 Tonnen gilt in ganz Österreich bei winterlichen Fahrverhältnissen noch bis 15. April.
Alle Informationen zur aktuellen Lawinensituation: www.lawinen.report
Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Simon Rainer