Mein Lieblingsplatz: Das Kirchlein St. Korbinian in Thal
Auf einem malerischen Platz liegt in Thal-Wilfern (Gemeinde Assling) St. Korbinian. Das kleine Gotteshaus und das Areal rundherum laden zum Innehalten und Verweilen ein.
Das St. Korbinian-Kirchlein thront auf einer Anhöhe über dem Ausgang des Wilfernertales und ist von der Drautalbundesstraße in Thal gut sichtbar. Von großen Bäumen umringt lädt der malerische Platz zum Verweilen ein. Hier kann man sich in Ruhe entspannen und eine Auszeit vom Alltag nehmen. Die Kirche gehört zur Pfarre Assling, die seit 1261 seelsorgerisch vom Chorherrenstift Neustift bei Brixen betreut wird. Erbaut wurde sie um 1460 – vermutlich im Auftrag von Graf Leonhard von Görz. Im Jahre 1468 weihte Bischof Bernhard von Chiemsee, damals Weihbischof von Salzburg, das kleine Gotteshaus.
An der Nordwand befinden sich Fresken des Lienzer Künstlers Andreas Peuerweg aus dem 16. Jahrhundert. Der Zyklus aus 31 Bildern stellt das Leiden und Sterben Christi, die Aussendung der Apostel und das Jüngste Gericht dar.
Kunsthistorisch interessant ist die Kirche insbesondere wegen der drei spätgotischen Flügelaltäre aus dem 15. Jahrhundert. Zwei von ihnen – der Korbinianaltar und der Magdalenenaltar – werden dem bekannten Brunecker Maler Friedrich Pacher zugeschrieben. Der Korbinianaltar – er dürfte ursprünglich als Hauptaltar gedient haben – wurde um 1480 gefertigt und befindet sich heute an der südlichen Langhauswand. Von Lienzer Künstlern wurde um 1660 der barocke Hauptaltar geschaffen. Das Altarbild in der Mitte stellt Bischof Korbinian von Freising dar, links ist Johannes der Täufer und rechts Papst Silvester zu sehen.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Martin Lugger