Mein Lieblingsplatz: Beim Zirbenkreuz am alten Saumpfad über den Felbertauern
Einen atemberaubenden Blick auf den Großvenediger und das Schlatenkees genießt man, wenn man auf dem Weg zur St. Pöltner Hütte beim Zirbenkreuz Rast macht.
Dort wo das Zirbenkreuz steht – wer viel in der Venediger- und Granatspitzgruppe unterwegs ist, kennt diesen zauberhaften Platz im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol. Auf dem Weg zur St. Pöltner Hütte (2.481 m) kommt man hier vorbei, legt eine Rast ein und möchte länger verweilen. Denn hier erschließt sich dem Wanderer und Bergsteiger ein faszinierender Blick auf die Fels- und Eisriesen der Venedigergruppe – mit dem Großvenediger und dem Schlatenkees im Zentrum.

Besonders schön ist die Wanderung zum Zirbenkreuz auch noch jetzt im Herbst. Der liebliche Platz mit dem kleinen Holzkreuz liegt auf 1.984 Metern Seehöhe. Man startet beim Matreier Tauernhaus (1.512 m), wandert auf dem Gschlösser Weg weiter bis zur Wohlgemuthsalm und zweigt dort rechts auf den so genannten „Alten Tauernweg“ ab. Über diesen alten „Saumpfad“ haben die Säumer in früherer Zeit mit Hilfe von geländegängigen Pferden Waren über den Alpenhauptkamm bis nach Mittersill transportiert. Zunächst wandert man durch den Wald und erreicht nach etwa 1,5 Stunden diesen malerischen Platz auf der Waldgrenze.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Ingemar Wibmer