Markanter Anstieg der Lawinengefahr auch in Osttirol

Eine Warmfront mit starkem Niederschlag und Sturmböen lässt die Lawinengefahrenstufe im Großteil Tirols – auch am Osttiroler Tauernkamm – heute auf Warnstufe 4 ansteigen.

Bereits morgen, Freitag, 29.1.2021, soll eine Kaltfront im Laufe des Tages weitere Starkniederschläge und stürmischen Westwind bis in die Täler mit sich bringen. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sagt für die Hauptniederschlagsgebiete Neuschneesummen zwischen 40 und 60 Zentimetern voraus. Lokal kann es auch noch mehr Niederschlag geben. In der feuchten und später dann auch wieder milderen Luft kann sich verbreitet Nebel bilden, der gebietsweise zu starken Sichtbehinderungen führen kann.

Durch den ständigen Temperaturwechsel und starken Wind werden spontane Lawinenabgänge möglich. „Mit der Erwärmung samt Regen werden in tiefen und mittleren Lagen vermehrt Gleit- und Nassschneelawinen abgehen. Dadurch können auch exponierte Verkehrswege gefährdet sein. In den Hauptniederschlagsgebieten können Lawinen vereinzelt auch sehr groß werden“, informiert dazu Rudi Mair, der Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol.

Variable Temperaturen beschleunigen die Gefahrendynamik

„Während die obere Schneedecke aus Pulver besteht, sind im mittleren Teil ausgeprägte Schwachschichten vorhanden. Der Regen führt jetzt zu einem Festigkeitsverlust innerhalb der gesamten Schneedecke. Das ständige Auf und Ab bei den Temperaturen sowie der stürmische Wind im Hochgebirge, der teilweise auch bis in die Täler durchgreifen kann, begünstigen diese Gefahrenentwicklung“, so Mair.

 

 

Text: Redaktion, Foto: Webcam.eu

28. Januar 2021 um