Lienz: Markus Huber ist Alpenrautler des Jahres 2019

Die Neuausrichtung des Laserzlaufes war ein Hauptthema bei der Jahreshauptversammlung der Alpenraute Lienz. Sepp Klocker wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Der im Vorjahr als Nachfolger von Markus Huber gewählte Obmann Stefan Stern lud am Samstag, 7. März, zur Jahreshauptversammlung der Alpinen Gesellschaft Alpenraute Lienz. „Neben den vielen Touren haben die Alpenrautler 2019 insgesamt 22 Termine wahrgenommen. Einer der Schwerpunkte lag im Vorjahr auf der Neuausrichtung des Laserzlaufes. 2011 hat das Rennen zum letzten Mal auf der Originalstrecke stattgefunden. 4 Mal musste das Rennen seitdem aufgrund der Wetter- und Schneeverhältnisse abgesagt werden, so auch 2019. Wir haben deshalb entschieden, den Laserzlauf ab sofort am letzten Sonntag im Feber auszutragen. Die Strecke für die Rennläufer haben wir attraktiviert, die Höhenmeter für die Hobbyläufer reduziert“, berichtete der Obmann. Gedacht wurde der Verstorbenen Hermann Neumair, einem Aushängeschild der Alpenraute weit über Osttirols Grenzen hinaus, der im Vorjahr bei einem tragischen Lawinenunfall verunglückt ist, und Gottfried Mayr, der 67 Jahre Vereinsmitglied war.

 

Obmann Stefan Stern: „Der Geist des Miteinanders und das Engagement der Mitglieder haben es ermöglicht, dass wir den 33. Laserzlauf durchführen konnten. Es handelt sich beim Laserzlauf um den letzten hochalpinen Tourenlauf in den deutschsprachigen Ostalpen. Über 40 Alpenrautler und rund 35 Bergretter haben wieder mit voller Tatkraft an Organisation und Durchführung gearbeitet.“

 

120 Mitglieder gehören dem Verein derzeit an – 98 ordentliche Mitglieder, ein Ehrenmitglied, 2 Anwärter und 19 unterstützende Mitglieder. Hüttenwart Flori Rienzner berichtete von den Arbeiten auf der Alpenrautehütte. „Beim Arbeitstag im Frühling haben wir u.a. die Wasserfassung saniert, hinter den Hütte den Weg breiter gemacht, die Insteinkapelle geputzt, und leider musste wieder eine Gedenktafel für einen Verstorbenen angebracht werden. Im Herbst haben wir beim Gedenkstein einen Alpenrautepickel montiert, das Erdungskabel gegen Blitzschlag erneuert und den Auerling Steig ausgeschnitten“, so Rienzner. 4 Pflichtabende haben auf der Hütte stattgefunden. „An der Julfeier haben 17 Mitglieder teilgenommen, einige übernachteten auf der Hütte. Für die Verpflegung möchten wir uns bei Hans Wibmer und Fredi Kreissl bedanken“, so Rienzner.

 

Hüttenwart Flori Rienzner: „Die Alpenrautehütte wird auch immer mehr für private Feierlichkeiten genutzt.“

 

Tourenwart Oli Winkler berichtete von zahlreichen Touren und Veranstaltungen. „Am Anklettern im Laserz haben zwölf Seilschaften teilgenommen, am Alpenrauterennen in Kals 20 Alpenrautler. Die Siegerzeit war etwas mehr als 5 Minuten. Der Winterausflug führte uns in die Asten und der Herbstausflug auf den Trogkofel am Nassfeld“, so Winkler. Die Alpenrautler haben im Vorjahr eine große Anzahl an Skitouren – u.a. in Mazedonien und Georgien – sowie Bergtouren durchgeführt. „Berg-, Kletter- und Eistouren wurden nicht nur in den Dolomiten, sondern auch im Berner Oberland, am Wilden Kaiser, in Albanien, Neuseeland und vielen anderen Berggegenden unternommen“, so Winkler.

 

Obmann Stefan Stern ehrte Sepp Klocker für 60-jährige Mitgliedschaft.

 

Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Sepp Klocker geehrt. „Du gehörst nun zum exquisiten Club der Alpenrautler, die 60 Jahre und länger dem Verein angehören. Am 4. August 1960 bist du der Alpenraute beigetreten. 705 Pflichtabende haben seitdem stattgefunden. Du hast gesagt, dass du maximal bei zehn gefehlt hast. Also hast du mindestens an 695 Pflichtabenden teilgenommen. Dein Tourenbuch füllt zweieinhalb A4-Seiten“, berichtete der Obmann. Zum Alpenrautler des Jahres wurde Alt-Obmann Markus Huber ernannt, Zweiter wurde Peter Thaler und Dritter Michael Zambra.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

09. März 2020 um