Lienz: Das Rote Kreuz Osttirol zog „Bilanz der Hilfe“

Der Um- und Erweiterungsbau beim Rot-Kreuz-Zentrum in Lienz stand im Fokus der Generalversammlung. Fast 100.000 freiwillig geleistete Stunden im Bezirk.

Das Rote Kreuz Osttirol lud am Freitag, 25. Mai, zur Generalversammlung 2017. 33 hauptberufliche Angestellte sind derzeit beim Roten Kreuz im Bezirk beschäftigt. 272 freiwillige MitarbeiterInnen sind im Rettungs-/Krankentransport bzw. KAT-Wesen, 180 freiwillige MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Sozialdienst tätig, dazu kamen im Vorjahr 33 Zivildiener. „Besonders beschäftigt hat uns zusätzlich zu unserem vielfältigen Aufgabenfeld der Um- und Erweiterungsbau bei der Bezirksstelle in Lienz. Das neue Rot-Kreuz-Zentrum nimmt am 1. Juni 2018 seinen Betrieb auf. Sechs hauptamtliche Mitarbeiter werden dort im Einsatz sein. Es freut uns, dass mit dem Erweiterungsbau auch eine Soziale Servicestelle, Plätze für betreubares Wohnen, ein Sozialladen und eine Tiefgarage errichtet werden konnten“, so Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher.

 

v.l.n.r.: Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, Bezirkshautpfrau Dr. Olga Reisner, Marcus Glahn (Land Tirol Medaille Rettungswesen Bronze 25 Jahre), LA Martin Mayerl, Vize-Präs. Dr. Günther Ennemoser

 

13.316 qualifizierte Krankentransporte, 5.302 Rettungseinsätze und 990 Einsätze im bodengebundenen Notarztsystem Lienzer Talboden wurden im Vorjahr durchgeführt, dazu kamen 9.330 transportierte Patienten durch Vereinstransporte. „Besonders freut uns natürlich, dass 132 Rotkreuz-Jugendliche in den vier Ortsstellen aktiv sind. Betreut von 18 Betreuern, treffen sie sich ein Mal pro Woche und absolvieren ihre Ausbildung in Erster Hilfe“, so Kleinlercher. 4.229 Menschen haben bei 33 Aktionen in 20 Gemeinden Blut gespendet, dazu kamen 349 Blutspender bei Aktionen in der Haspingerkaserne und in Schulen. Vorgestellt wurde im Rahmen der Generalversammlung auch das Ersthelfer-Projekt in der Gemeinde Kals. „Elf Frauen und Männer – unter ihnen Bürgermeisterin Erika Rogl – haben sich als qualifizierte Ersthelfer ausbilden lassen. Es handelt sich dabei um GemeindebürgerInnen, die großteils auch untertags in der Gemeinde anwesend sind und deshalb jederzeit effektiv Hilfe leisten können“, erklärte dazu Geschäftsführer Andreas Stotter.

 

Der langjährige Fähnrich Alfons Klaunzer (links) übergab die Bezirksfeuerwehrfahne an den neuen Fähnrich Sepp Klammer.

 

Im Rahmen der Generalversammlung wurden auch zahlreiche Blutspender und MitarbeiterInnen des Roten Kreuzes geehrt: Die Blutspende Ehrung in Silber für 50 Mal Blutspenden erhielten Josef Baumgartner, Gertraud Huter, Kurt Hofmann, Gerhart Jost, Christine Kehrer, Gerhard Lindler, Peter Mair, Johann Peheim, Manfred Schneider, Johann Steidl, Helmut Stotter, Christiane Steinringer, Silvester Senfter, Ingrid Unterweger und Johann Weiskopf. Das Dienstjahresabzeichen in Gold (20 Jahre) wurde an Notburga Ganner, Georg Glahn, Maria König, Ursula Pichler und Monika Troger übergeben.

 

Bgm. Erika Rogl ist eine von 11 Ersthelferinnen und Ersthelfern, die in Kals a. Gr. ab sofort als qualifiziert ausgebildete First Responder zur Verfügung stehen.

 

Anni Greil, Alfons Mayr, Andreas Mitterdorfer, Hermann Pichler, Peter Pirker, Robert Stocker und Georg Wallner erhielten das Dienstjahresabzeichen in Gold (30 Jahre). Ingrid Zirknitzer bekam das Dienstjahresabzeichen in Gold und die Land Tirol Medaille Rettungswesen Bronze (jeweils 40 Jahre) ausgehändigt. Markus Glahn wurde mit der Land Tirol Medaille Rettungswesen Bronze (25 Jahre) ausgezeichnet, und Dr. Josef Moser erhielt den Rotkreuz-Kristall 1. Klasse. „Dr. Moser hat nun seinen Ruhestand angetreten. Er hat für das Rote Kreuz unglaublich viel geleistet, und wir sind sehr froh, dass er uns als Rotkreuz-Arzt weiterhin erhalten bleibt“, bedankte sich Egon Kleinlercher abschließend.

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

28. Mai 2018 um