Land startet Info-Offensive zu Rauchwarnmeldern
Eine Informationsoffensive zur Nachrüstung von Wohngebäuden mit Rauchwarnmeldern starten das Land Tirol, die Tiroler Versicherung und der Landesfeuerwehrverband.
Neubauten müssen seit dem 1. Jänner 2008 verpflichtend mit Brandmeldeanlagen ausgerüstet sein. 90% der 160.000 Wohngebäude in Tirol wurden vor diesem Datum errichtet und sollten zur Sicherheit der BewohnerInnen mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden. Deswegen startet das Land Tirol in Zusammenarbeit mit der Tiroler Versicherung und dem Landesfeuerwehrverband eine Informationsoffensive. Drei Brandtote, 25 Brandverletzte und eine Schadenssumme von über 23 Mio. Euro scheinen in der Tiroler Brandstatistik für 2016 auf.
Die überwiegende Zahl der Todesfälle könnte durch die Installation von Rauchwarnmeldern verhindert werden, sind sich Experten einig. „Die meisten Brandopfer kommen nicht durch Flammen, sondern durch Rauchgase ums Leben“, weiß Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl. Bereits in der Entstehungsphase eines Brandes kommt es zur Bildung eines höchst giftigen Gemischs aus Kohlenmonoxid und Cyanid, das in nur 30 Sekunden zur Bewusstlosigkeit führt.
Rauchwarnmelder sollten in allen Räumen und Gängen mit Ausnahme von Küche und Bad angebracht werden. Besonders einfach und wartungsfrei sind batteriebetriebene Geräte mit einer Lebensdauer von zehn Jahren.
Detaillierte Informationen hier zum Download
Text: Redaktion, Fotos: Land Tirol/Freinhofer

