Kunst & Wissenschaft: 26 Kinder nahmen an KUWI AGUNTUM teil
Die Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren beschäftigten sich eine Woche lang mit antiker Archäologie und römischer Geschichte. Das Gelernte wurde anschließend an den Theorieteil kreativ umgesetzt.
Zum 1. Mal fand von 15. bis 19. Juli in Kooperation mit der Jungen Uni Innsbruck und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung KUWI AGUNTUM (Kunst & Wissenschaft) im Museum Aguntum und im Archäologischen Park statt. Das Projekt richtete sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Insgesamt nahmen 26 Kinder teil. Die Voraussetzung für eine Teilnahme und einen geförderten Platz war das Interesse an antiker Archäologie und römischer Geschichte verbunden mit Freude, das Gelernte kreativ umzusetzen.

Wissenschaft und kreative Tätigkeiten wechselten sich im Laufe der Woche ab. Die Vormittage wurden vor allem für wissenschaftliche Inputs genutzt. Ein Besuch im Museum stand genauso am Programm wie die Entdeckung der Schätze des Depots, das normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, in der KUWI-Woche aber geöffnet wurde.

Mit Hilfe einer „Zeitlinie“ erklärte Archäologin Julia Haas die verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte und wo die römische Antike einzuordnen ist. Anhand von Fundmaterial, beginnend in der Steinzeit bis zur Neuzeit, wurde den Kindern auf spielerische Art und Weise historisches Wissen vermittelt. Nach der Mittagspause ging es dann ans kreative Tun. In der Keramikwerkstatt wurden Stempel und Rollrädchen gebastelt und damit die hergestellten Schüsseln, Tonkrüge und anderes verziert und mit Keramikfarben bemalt.

In der Theaterwerkstatt wurden Masken aus Gips für das Stück „Die Geschichte von Romulus und Remus erzählt in 5 Minuten“ gebaut und phantasiereich geschmückt, Tonschalen als Requisiten mit bunten Mosaiksteine verziert und ein Bühnenbild für die Theaterwerkstatt auf Papier gebracht. An ganz besonders heißen Tagen brachte der nahegelegene Debantbach Abkühlung. Die Werkstätten waren während der Woche offen und frei wählbar.

Ein Höhepunkt der Woche war der Feldbrand. In einer mit Holz angeheizten Grube wurde die Keramik über Nacht eingelegt und mit Kuhdang zugedeckt. Die Tonwaren erhielten dadurch eine ganz spezielle Patina. Tags darauf wurden die Keramik entnommen. Das Resultat konnte sich sehen lassen.
Am Freitag, dem letzten Kurstag, gab es ein Abschlussfest mit der Präsentation der entstandenen Arbeiten. Eltern, Großeltern und Geschwister kamen, bestaunten die Arbeiten, applaudierten bei der Theateraufführung und stellten fest, dass Geschichte gar nicht langweilig ist.
Text: Redaktion, Fotos: Museum Aguntum