Kals a.Gr.: Baustart für Haslachgalerie zwischen Oberpeischlach und Lesach

Die neue Haslachgalerie wird die Kalser Straße L 26 auf rund 200 Metern Länge vor Lawinen und Steinschlägen schützen. Die Galerie wird parallel zur Bestandsstraße errichtet, weshalb es nur in Ausnahmefällen zu Einschränkungen kommt.

Im Beisein von Landeshauptmann Anton Mattle fand am Samstag, 17. Mai, der Spatenstich für die neue Haslachgalerie im Gemeindegebiet von Kals am Großglockner statt. Die Galerie wird im Bereich des Blasiskagrabens errichtet. Aufgrund der Topografie ist das Gebiet insbesondere für Lawinenabgänge anfällig.

 

Die Galerie zwischen den Kalser Ortsteilen Oberpeischlach und Lesach schützt die Kalser Straße künftig vor Naturgefahren. Nach Fertigstellung wird die bestehende Straße zu einem Radweg umgebaut.

 

Neben der Galerie werden zusätzlich Stützmauern zur Sicherung der Straße sowie oberhalb der Galerie weitere Leitdämme errichtet. „Die Leitdämme werden über 100 Meter lang, bis zu zehn Meter hoch und weisen eine Kronenbreite von drei Metern auf. Sie sorgen dafür, dass mögliche Lawinen oder Muren im Graben bleiben und sicher über die Galerie abgeleitet werden“, erklärte Günter Guglberger, Vorstand der Abteilung Landesstraßen und Radwege. Für das Bauvorhaben werden insgesamt über 65.000 Kubikmeter Erde bewegt. Neben 5.600 Kubikmeter Beton, 700 Tonnen Betonstahl, und 1.800 Quadratmeter Spritzbetonsicherung werden über 5.500 Laufmeter an Nägeln verbaut.

 

LH Anton Mattle: „Die Sicherheit für Verkehrsteilnehmer und der Dorfgemeinschaft steht für uns ganz oben. Mit der Haslachgalerie wird die Kalser Straße vor Naturgefahren gesichert und damit insbesondere die Erreichbarkeit von Kals erhöht. Das Geld ist trotz budgetär herausfordernder Zeiten gut investiert und kommt direkt den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen vor Ort zugute.“

 

Die Haslachgalerie wird nicht auf der bestehenden Straße errichtet, sondern parallel dazu. Damit kann der Verkehr auch während der Bauarbeiten auf der Kalser Straße fließen. Sperren bzw. Umleitungen sind damit nur in Ausnahmefällen erforderlich. „Nach Fertigstellung der Galerie werden wir die bestehende Straße zu einem Radweg umbauen. Damit stellen wir auch eine nachhaltige Nutzung der Bestandsstraße sicher“, so Johannes Nemmert, Leiter des Baubezirksamts Lienz.

 

Bgm. Erika Rogl: „In der Vergangenheit kam es hier häufiger zu Lawinenabgängen, die teils auch zu mehrtägigen Sperren der Straße führten. Ist die Kalser Straße gesperrt, sind wir von der Außenwelt abgeschnitten. Wir sind zwar durchaus auf solche Situationen vorbereitet und haben in der Vergangenheit viel in die Vorsorge investiert, die neue Galerie ist für uns jedoch eine große Erleichterung. Die Versorgung und die Erreichbarkeit bei medizinischen Notfällen wird verbessert. Als nächtigungsstärkste Gemeinde Osttirols ist uns insbesondere auch die Sicherheit der An- und Abreise sowie die Versorgung unserer Gäste sehr wichtig.“

 

Voraussichtlich fertiggestellt wird die Haslachgalerie im Herbst 2026. Seitens des Landes werden 9,8 Mio. Euro investiert.

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Land Tirol, Pichler

19. Mai 2025 um