Kals a.Gr.: 44-jähriger Pole mit Hubschrauber vom Ködnitzkees geborgen
Der Mann war Mitglied einer 12-köpfigen Bergsteigergruppe aus Polen, die den Großglockner besteigen wollte. Im Bereich Ködnitzkees kam er wegen immer stärker werdender Schmerzen nicht mehr weiter und setzte einen Notruf ab.
Eine 12-köpfige Bergsteigergruppe aus Polen beabsichtigte am Samstag, 10. Mai, den Großglockner zu besteigen. Die Gruppe reiste bereits am Vortag nach Osttirol an und startete in den frühen Morgenstunden um ca. 4.00 Uhr vom Parkplatz „Lucknerhaus“ in Richtung Ködnitzkees.
Die Gruppe war ohne Tourenski aber mit Steigeisen unterwegs und musste laut deren Angaben erst eine Spur im teilweise um die 60 cm frischen Neuschnee legen. Auf Grund unterschiedlicher konditioneller Fähigkeiten teilte sich die Gruppe im Zuge des Aufstiegs in zwei kleinere Gruppen auf.
In der leistungsschwächeren Gruppe befand sich ein 44-jähriger Mann, der bereits im Aufstieg über immer stärker werdende Schmerzen klagte. Er konnte schließlich aus eigener Kraft nicht mehr weitergehen, woraufhin er einen Notruf absetzte.
Im Einsatzgebiet herrschte zu diesem Zeitpunkt noch dichter Nebel, weshalb von der Leitstelle Tirol der Polizeihubschrauber Libelle Kärnten sowie die Bergrettung Kals alarmiert wurde.
Erst nachdem der Polizeihubschrauber den erschöpften Mann im Bereich des Ködnitzkeeses lokalisieren und ins Tal bringen konnte, löste die Bergrettung ihre Bereitschaft auf. Im Einsatz standen fünf Bergretter, der Polizeihubschrauber Libelle Kärnten sowie eine Polizeistreife.
Text: Redaktion, Foto: Ingemar Wibmer