Wichtige Investition in die Waldbrandbekämpfung
In Osttirol steigt mit der Borkenkäferplage und den häufiger auftretenden Trockenperioden die Waldbrandgefahr. Vor diesem Hintergrund probten am 30. September 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr einen Löscheinsatz mit Hubschrauber. Im Rahmen der Großübung wurde auch der neue Löschteich in Hopfgarten i.D. präsentiert.
Der Bezirk Lienz wird österreichweit als Hochrisikogebiet in Bezug auf Waldbrände eingestuft. Aufgrund des derzeitigen Zustandes der Wälder hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Insgesamt sind über 20 Prozent der gesamten Osttiroler Waldfläche, bedingt durch die Borkenkäferplage, mittlerweile kahl. Das betrifft eine Fläche von 13.500 Hektar. Zusätzlich gibt es über 2.500 Hektar abgestorbenen Baumbestand. In den bestehenden Kahlflächen liegt somit eine extreme Brandlast, die das Waldbrandpotential insbesondere im Frühjahr und in den Sommermonaten enorm steigen lässt.
An der Einsatzübung von Mitgliedern der Feuerwehren Hopfgarten und Huben sowie der Flughelfer des Sachgebietes Flugdienst des Bezirksfeuerwehrverbandes Lienz nahmen am Samstag, 30.9.2023, auch die Spitzen der Osttiroler Feuerwehr teil. Aus Innsbruck reiste Sicherheitslandesrätin Astrid Mair an, die sich, ebenso wie die Bezirkseinsatzleiterin, BH Olga Reisner, vor Ort von der Bedeutung derartiger Übungen überzeugte.
Im Bild v.l.: Abschnittskommandant Michael Köll, Bürgermeister Markus Tönig, Landesrätin Astrid Mair, Bezirkshauptfrau Olga Reisner, Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner, Gerhard Gomig, Leiter des Sachgebietes Flugdienst im BFV Lienz, und Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl
Landesrätin Astrid Mair (Mitte) mit Flughelfern des Bezirksfeuerwehrverbandes Lienz (im Bild v.l.): Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl, Gerhard Gomig, Leiter des Sachgebietes Flugdienst, Gottfried Islitzer und Franz Walder.
Im Zuge der Waldbrandübung in Hopfgarten i.D. wurde der neue Löschteich „Glanz“ seiner Bestimmung übergeben. Außerdem nutzten die Verantwortlichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Lienz die Gelegenheit, um das gesamte Waldbrandequipment zu präsentieren. Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass speziell in späteren Abendstunden derartige Einrichtungen und entsprechendes Gerät massiv helfen, Waldbrandausbreitungen mittels Hubschrauber zu verhindern. „Angehende Waldbrände müssen unbedingt im Keim erstickt werden. Deshalb sind diese vom Land Tirol getragenen Investitionskosten sehr gut angelegt, um in Zukunft entsprechend gerüstet zu sein“, betonte Landesrätin Mair. BH Olga Reisner lobte die Initiative der Gemeinde Hopfgarten, den Löschteich zu installieren und richtete einen Appell an die anderen Gemeinden im Bezirk, in dieser Hinsicht ebenfalls Verantwortung zu übernehmen und tätig zu werden.
Der neue Löschteich ist eine Bereicherung für die Waldbrandbekämpfung.
Ziel und Zweck des neuen Löschteiches ist die Funktion einer selbstständigen Wasserentnahmestelle für den Hubschrauber bei Waldbränden in den extrem trockenen Waldgebieten entlang der Hopfgartner Sonnseite. Mit einer Gesamtinvestition von rund 65.000 Euro errichtet, befindet sich der Löschteich auf 1.640 Metern Seehöhe. Er weist eine Wassertiefe von rund 2,3 Metern und eine Fläche von rund 60 m² auf. Im Brandfall ermöglicht das Wasserreservoir eine rasche Befüllung der Löschvorrichtung am Hubschrauberseil. Die Finanzierung erfolgte über den Waldfonds, Bedarfszuweisungen sowie die Gemeinde Hopfgarten.
Mit Feuerwehreinsatzkräften und einem Hubschrauber wurde am 30.9.2023 in Hopfgarten fleißig geübt.
Text: Redaktion, Fotos: Gemeinde Hopfgarten i.D./BFV Lienz