Hochwassergefahr: Stab der Bezirkseinsatzleitung hochgefahren

Zu einem Murenabgang kam es am Sonntag in Prägraten, zu einem Hangrutsch im Defereggental. Im Lienzer Talboden gab es mehrere kleinere Ereignisse aufgrund des Starkregens.

Aufgrund der Wetterprognosen und der Facheinschätzung wurde der Stab der Bezirkseinsatzleitung Lienz hochgefahren, teilt die Bezirkshauptmannschaft Lienz Montagfrüh mit. Am Sonntag, 28. Oktober, kam es aufgrund der anhaltenden starken Niederschläge zu mehreren Ereignissen im Lienzer Talboden, in Prägraten und im Defereggental. Im Prägratner Ortsteil Ströden ging gegen 14.00 Uhr im Bereich des Maurertals und der dortigen Almen auf einer Seehöhe von ca. 1.400 Metern eine Mure vom Westhang des Tales ab. Durch die Mure wurde der Interessentschaftsweg von Ströden zur Stoana Alm auf einer Breite von etwa zehn Metern und einer Höhe von etwa einem Meter mit Geröll verlegt. Die Straße wurde bis zur Begutachtung durch einen Landesgeologen gesperrt. Personen oder Sachen kamen nicht zu Schaden.

 

 

Um 23.00 Uhr kam es auf der Defereggentalstraße L 25 im Gemeindegebiet von St. Jakob i. Def. (Staller Sattel) zu einem Hangrutsch. Der Bach trat über das Ufer und überspülte die Straße. Im Lienzer Talboden kam es zu mehreren Ereignissen. Die Feuerwehr musste zum Beispiel zur Falkensteiner Brauerei ausrücken.

Wetterwarnungen hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bis Dienstag vor allem für den südlichen Bereich Osttirols ausgegeben. „Von Samstag, 27.10., 00.00 Uhr, bis Dienstag, 30.10., 12.00 Uhr, ist mit Niederschlagsmengen zwischen 200 und 250 mm zu rechnen. Bei eingelagerten Gewittern und im unmittelbaren Stau der Karnischen Alpen sind auch 300 bis 500 mm möglich”, heißt es auf der ZAMG-Homepage z.B. für Lienz.

 

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images

29. Oktober 2018 um