Heinfels: Gedenken an die Osttiroler Fluchthelferin Rosa Stallbaumer
Mit einem Kunstprojekt und einer Podiumsdiskussion gedenken der Seelsorgeraum Hochpustertal und das Bildungshaus Osttirol der vor 80 Jahren ermordeten Osttirolerin.
Vor 80 Jahren wurde Rosa Stallbaumer in Auschwitz ermordet, weil sie zwei jüdischen Schwestern aus Wien einen Fluchtweg über die Sillianer Grenze nach Italien mitermöglicht hatte.
Der Seelsorgeraum Hochpustertal gedenkt in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Osttirol der Ereignisse mit zwei Veranstaltungen: Annelies Senfter gestaltet von 6. November bis 3. Dezember ein zweiteiliges Kunstprojekt in der Kirche St. Peter und Paul in Heinfels. Am 5. November laden die Organisatoren um 20.00 Uhr im Gemeindesaal von Heinfels zu einer Podiumsdiskussion mit dem Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler, Historiker Martin Kofler und Künstlerin Annelies Senfter mit dem Titel „Rosa Stallbaumer 1942/2022: Gestern – Heute – Morgen“ ein.
Pflanzung Dolden-Milchstern oder Star of Bethlehem. Foto: Annelies Senfter
Es geht den Veranstaltenden darum, mit den Mitteln der Kunst sowie der Geschichtswissenschaft, die damaligen Ereignisse in die Gegenwart zu holen und Wege für die Zukunft zu diskutieren. Letztlich liegt der Fokus auf der Einschätzung und Verarbeitung der Ereignisse der nationalsozialistischen Vergangenheit und unserer Wertehaltung hierzu.
Text: Redaktion, Fotos: Verlag Deutscher Schulverein Südmark, Slg. Stadt Lienz – TAP, Annelies Senfter