Griaß Di und ciao: Heimatleuchten über „Karnische Alpen“ auf ServusTV
Die atemberaubende Kulisse der Karnischen Alpen und ihrer romantischen Täler sind ein Geheimtipp. ServusTV sendet am Freitag, 28. März, ein „Heimatleuchten“ über diese faszinierende Landschaft und die Einwohner der Region.
Die Karnischen Alpen sind ein über 100 km langer Höhenzug in den Südlichen Kalkalpen, der in Innichen in Südtirol beginnt und sich entlang der österreichisch-italienischen Grenze nach Osten bis kurz vor die Karawanken erstreckt. Die Landschaft rund um den Hauptkamm, auf dem der bekannte Karnische Höhenweg verläuft, ist von einer intakten Natur und alten, ursprünglichen Bergdörfern geprägt. Es ist sehr grün hier, was auch daran liegt, dass der Gebirgszug der Karnischen Alpen das erste Hindernis für die Tiefs von der Adria ist und sie abfängt.

Aber auch für Forscher und Entdecker ist die Einzigartigkeit der Karnischen Alpen stets ein guter Grund, noch tiefer in ihre Geschichte einzudringen: Das Gebirge besteht aus 400 Millionen Jahre alten Kalkmassiven und mächtigen Korallenriffen – noch heute lassen sich auf über 2.000 m Höhe zahlreiche gut erhaltene Fossilien finden.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass hier größtenteils selbstbewusste und starke Persönlichkeiten sowie Weitdenker zu finden sind. Viele von ihnen streben ein autarkes Leben an, sei es durch die Landwirtschaft mit dem Ziel einer möglichst großen Selbstversorgung oder durch die Energie, deren Ressourcen in den Karnischen ausreichend vorhanden sind: Sonne, Wind und Wasser. Einer von ihnen ist Georg Ertl. Kurz nach Sonnenaufgang über dem Gailtal macht er sich mit seinen Almhelferinnen an die Arbeit: es gilt 80 Kühe von den weit verteilten Almwiesen in den Stall zum Melken zu treiben.
Senner und Hüttenwirt Georg Ertl beim Käsen
Aus den ca. 500 Litern frischer Milch wird kurze Zeit später der berühmte und ursprungsgeschützte Gailtaler Almkäse. Währenddessen bereitet seine Frau Dorli in der Küche frische Almbutter, Kärntner Kasnudln und Schweinsbraten zu. Dorli ist auf der Rattendorfer Alm aufgewachsen: „Ich bin schon seit dem 1. Lebensjahr hier und bin glücklich, meinen Mann überzeugt zu haben, die Alm zu übernehmen. Wir versuchen, fast alles selbst herzustellen, haben zehn Schweine für den Speck und Schinken. Was wir nicht selbst haben, kaufen wir im Tal und verfolgen mit Herzen den Slowfood-Gedanken.“
Ökostrom-Pinoier Wilfried Klauss vor einer Windkraft-Anlage
Zwei Charakterköpfe, deren Familien die Orte Kötschach und Mauthen auf der nördlichen Seite der Karnischen Alpen seit Generationen prägen, sind Ökostrom-Pionier Wilfried Klauss und der 34-Jährige Raphael Gressel, dessen Familie seit 500 Jahren Grundbesitzer rund um den Plöckenpass ist. Die beiden handeln einen Deal für einen neuen Stausee in der Nähe des Plöckenpass aus. Wilfried baut sein Ökostrom-Unternehmen bereits in der vierten Generation kontinuierlich aus: „Ich beobachte die Natur, den Wind, die Sonne, das Wasser und plane dann neue Stauseen und Windanlagen.“
Biobäuerin Andrea Unterguggenberger
Im Lesachtal gibt es eine 15-köpfige Gruppe von Bäuerinnen, die nach alten Rezepten und hauseigenen Öfen Sauerteigbrot backt – es ist das Lesachtaler Brot, ein UNESCO Kulturerbe. Das Getreide kommt aus dem Lesachtal und wird zum Teil noch mit alten Wassermühlen gemahlen. Eine der Bäckerinnen ist Andrea Unterguggenberger, die gemeinsam mit ihrem Mann und Arzt Georg einen Auszeithof betreibt. Sie bieten von Brotback-Kursen bis hin zu gesundheitsfördernden Seminaren eine Vielzahl von Kursen an. Das Ziel der beiden ist es, ganzheitlich zu leben.
Metzger Massimo Mentil produziert scharfe Salsiccia.
Außerdem besucht „Heimatleuchten“ auf italienischer Seite Luca Piaccuadio, der das italienische 1. Weltkrieg-Museum in Timau leitet und verrät, wer im Krieg die besten Steinmauern für die Schützengräben gebaut hat, Massimo Mentil, der mit großer Leidenschaft scharfe Salsiccia und Vaharaka, eine traditionelle Speckpaste, produziert, Dina Della Schiava und ihre Tochter Chiara, die bereits in fünfter Generation handgemachte, karnische Schuhe aus Stoff produzieren und das Holzfäller-Fest Palio di Paluzza, bei dem junge Bauern aus den Gemeinden der Region gegeneinander antreten, um schnellstmöglich dicke Baumstämme durchzusägen und diese im Anschluss auf alte Holzschlitten zu verladen.
Heimatleuchten: „Griaß Di und ciao – In den Karnischen Alpen“
Freitag, 28. März 2025, 20.15 Uhr – ServusTV
Text: Redaktion, Fotos: ServusTV/Andreas Kaboto Photography