Grenzen überwinden: Schulprojekt zwischen dem Antholzer- und Defereggental

Grund- und Mittelschüler aus Antholz/Mittertal und dem Defereggental beschäftigten sich mit den Themen „Grenzen“ und „Steine“ in ihren unterschiedlichen Formen.

Kürzlich fand am Staller Sattel die Abschlussfeier einer grenzüberschreitenden Aktion mit dem Titel „Grenzen überwinden – Steine ins Rollen bringen“ als Höhepunkt eines sich über das gesamte Schuljahr ausgedehnten Projektes statt. Zahlreiche Besucher, Führungskräfte sowie Entscheidungsträger verschiedenster Institutionen nahmen an der Feier teil, um sich das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen den Partnerschulen aus dem Antholzer- und dem Defereggental genauer anzusehen und ihre Wertschätzung für die geleistete Arbeit auszudrücken.

Im Wesentlichen hatte das Projekt zwei Tätigkeitsbereiche bzw. Wirkungskreise vereinigt: die überregionale Kollaboration zwischen Lehrpersonen, Schülern und Führungskräften sowie die aktive und kreative Auseinandersetzung mit Kunst auf geologischer Basis – begleitet von der renommierten Künstlerin Judith Neunhäuserer.

 

Über 200 Festgäste waren gekommen und lauschten den musikalischen und literarischen Beiträgen der Schülerinnen und Schüler aus Süd- und Osttirol, die lebendig über den grenzüberschreitenden Projektablauf berichteten. Auch Künstlerin Judith Neunhäuserer erzählte beeindruckend über das Erlebnis der gemeinsamen Erfahrungen mit den Schulkindern auf beiden Seiten des Staller Sattels.

 

Grund- und Mittelschüler aus Antholz/Mittertal (4. und 5. Schulstufe) sowie aus dem gesamten Defereggental (4. Schulstufe der Reimmichl Volksschule St. Veit i.Def. und die 1a Klasse der Nationalparkmittelschule Defereggental) beschäftigten sich mit den Themen „Grenzen“ und „Steine“ in ihren unterschiedlichsten Formen und Ausdrucksmöglichkeiten, verbunden mit Workshops durch die Künstlerin sowie zahlreichen Treffen in Antholz, St. Jakob i.D. sowie am Staller Sattel.

Unterstützt wurde das Projekt wesentlich von Interreg und der Raiffeisenkasse Bruneck, aber auch von den Gemeinden Rasen/Antholz und den drei Deferegger Gemeinden, dem Tourismusverein Rasen/Antholz, dem Tourismusverband Osttirol, den Fraktionen von Antholz Mittertal und Obertal, den Ämtern für Naturparke und Geologie sowie der Bezirksgemeinschaft Pustertal.

 

Drei solcher Reliefs sind von Künstlerin Judith Neuhäuserer am Stallersattel errichtet worden. Die Künstlerin arbeitete auch intensiv mit den Schülerinnen und Schülern und fertigte gemeinsam mit ihnen tolle Kunstwerke.

 

Drei von der Künstlerin geschaffene, direkt am Staller Sattel errichtete Reliefs bildeten schließlich die Krönung des Projekts. In einem eigens dazu erschienen Buch sind der gesamte Werdegang sowie viele literarische, künstlerische sowie fächerübergreifende Werke der Künstlerin sowie der Schülerinnen und Schüler dokumentiert.

„Das vorrangige Ziel als Institution Schule, zwischenmenschliche, überregionale Interaktionen zu intensivieren, den Aspekt der Grenzen in all seinen Formen zu thematisieren und den ein oder anderen Stein damit ins Rollen zu bringen, kann rückblickend als durchaus gelungen bezeichnet werden und soll dazu ermutigen, Grenzen nicht als Hürden, sondern als Brücken zu verstehen“, fasst Bgm. Markus Tönig, Leiter des Schulclusters Defereggental, zusammen.

 

Text: Redaktion, Fotos: Schulcluster Defereggental

18. Juni 2024 um