Freiwilligenzentrum Osttirol startet mit viel Schwung in das Jahr 2022

Über ein schwieriges, aber doch aktives Jahr 2021 berichtet Freiwilligen-Koordinatorin Daniela Brunner. Heuer liegt der Schwerpunkt auf den Themen Natur und Nachhaltigkeit.

„Wenn es in diesem Jahr im Freiwilligenzentrum so weitergeht, wie das vergangene geendet hat, dann haben wir allen Grund zum Jubeln. Allein im Dezember bereiteten zahlreiche Menschen und freiwillige Helfer mit der Weihnachtswunschaktion 118 BewohnerInnen der Osttiroler Wohn- und Pflegeheime sowie der Lebenshilfe eine riesige Weihnachtsfreude. Ohne die Beteiligung von so vielen engagierten Menschen hätten wir es nicht geschafft – vor allem nicht in diesem Umfang“, freut sich die die Osttiroler Freiwilligenkoordinatorin Daniela Brunner.

Die Schulungsreihe für Frauen „Ich habe einen Traum“ wurde nach dem Lockdown im Winter wieder aufgegriffen und konnte im Jänner beendet werden. Nun stehen für das Jahr 2022 weitere vielversprechende Vorhaben an: Der tirolweite Schwerpunkt in der Freiwilligenhilfe liegt in den kommenden elf Monaten auf dem Themenkreis Natur und Nachhaltigkeit. „Alle OsttirolerInnen sind eingeladen, sich mit Ideen einzubringen und zu engagieren. Der Fokus liegt außerdem auf der Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen. In der ersten Jahreshälfte können sich künftige Vorlesepatinnen und -paten zu einem Grundkurs anmelden und die bestehende Gruppe erweitern. Sobald der Termin feststeht, können sich Freiwillige auch zum Auffrischungskurs in Sachen Erste Hilfe anmelden“, erklärt Brunner.

Ein Herzensprojekt von Daniela Brunner, die gemeindeübergreifende Nachbarschaftshilfe, nimmt ebenfalls Formen an. „Aus einer Überlegung mit dem Sozialsprengel Nußdorf-Debant im Jahr 2020 entstanden konkrete Maßnahmen. Nun soll es bis Ende des Jahres eine digitale Plattform dazu geben.“

Die Weihnachtswunschaktion soll aufgrund ihres großen Zuspruchs wiederholt werden. „Wer selbst Projektideen oder Anregungen hat, kann sich jederzeit bei mir melden. Es geht schließlich darum, den Bedarf zu erkennen und dann zielgerichtet zu handeln. Alle Osttirolerinnen und Osttiroler sind eingeladen, das Freiwilligenzentrum in Bezug auf Fortbildungswünsche, Projekte oder Aktionsideen mitzugestalten, um daraus ein Freiwilligenzentrum für alle zu machen”, betont die Freiwilligen-Koordinatorin.

Das Freiwilligenzentrum 2021 – ein Rückblick

Einen leichten Start hatte Daniela Brunner mit ihrer neuen Aufgabe Anfang 2021 nicht: Geprägt von einem weiteren Lockdown, waren Ehrenamtliche zunächst schwierig zu erreichen. „Es galt erst einmal herauszufinden, wer sich aktiv in einem Einsatz befindet, wer sich zusätzlich engagieren mag und bei wem ein Ehrenamt nicht in die aktuelle Lebensphase passt“, erklärt sie. So habe sie in den ersten Monaten ihres neuen Amts zunächst den Kontakt zu Systempartnerinnen und -partnern gesucht und intensive Vernetzungsarbeit betrieben. Mit Erfolg: „Nach und nach konnte ich neue Stellen in der Datenbank aufnehmen”. Auch Projekte waren aufgrund der Pandemie schwierig zu planen und umzusetzen.

Tolle Hilfe dank großer Flexibilität

Einige Stellen konnte Daniela Brunner auch ohne Ausschreibung vermitteln: „Hier muss ich mich bei der großartigen Flexibilität der Ehrenamtlichen bedanken, die oft sehr spontan agiert und die sich ohne zu zögern mit großer Bereitschaft zur Verfügung gestellt haben.“ Immer mehr Kontakte konnte sie knüpfen, sodass im vergangenen Jahr insgesamt 13 Freiwillige vermittelt und sechs neue Kooperationspartner gewonnen werden konnten. Ebenso Weiterbildung wie Bereicherung war der Kamishibai-Kurs im Oktober: Hier konnten VorleserInnen in die Welt des japanischen Erzähltheaters eintauchen – und nun weitergeben. Des Weiteren standen im Frühsommer die Workshops „Welche Zukunft hat freiwilliges Engagement?“ und „Projektmanagement“ auf dem Programm.

„Auch die Freiwilligenwoche möchte ich hervorheben. Der überdurchschnittliche Einsatz der Osttiroler Schülerinnen und Schüler war beeindruckend. Speziell die Engelkissen für die Krankenhausseelsorge sowie die Weihnachtswünsche für die Patientinnen und Patienten, die das Weihnachtsfest im Krankenhaus verbringen müssen, bereiten sicherlich anhaltenden Trost.“ Trotz aller Corona-Maßnahmen gelang es rund 130 Osttirolerinnen und Osttirolern, ein buntes Rahmenprogramm bestehend aus Ausstellungen, Projekten und Veranstaltungen zu organisieren.

 

Text: Redaktion, Foto: AdobeStock

07. Februar 2022 um