Freie Fahrt am Plöckenpass: Straße offiziell für den Verkehr freigegeben
Nach genau 500 Tagen Sanierung ist die Verkehrsverbindung über den Plöckenpass untertags wieder frei befahrbar. Die Arbeiten an der Straße gehen nachts weiter. Von 21.00 Uhr abends bis 06.00 Uhr früh gilt ein Fahrverbot.
Am Montag, 14.4.2025, konnte die Plöckenpass-Straße, die durch einen Felssturz im Dezember 2023 teilweise zerstört worden war, offiziell für den Verkehr freigegeben werden. Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber, die friulanische Landesrätin für Infrastruktur, Cristina Amirante, der Vizepräsident des Regionalrates, Stefano Mazzolini, und Ettore de la Grennelais von der ANAS nahmen die offizielle Wiedereröffnung vor. Da die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, gilt im Sinne der Nachtbaustelle weiterhin ein Fahrverbot von 21.00 bis 06.00 Uhr.
Im Bild von li.n.re.: Johann Windbichler, Bürgermeister der Gemeinde Lesachtal/Kärnten, Stefano Mazzolini, Vizepräsident des Regionalrates/Friaul-Julisch Venetien, Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Josef Zoppoth, Bürgermeister von Kötschach-Mauthen/Kärnten, Infrastruktur-Landesrätin Cristina Amirante/Friaul-Julisch Venetien und Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber durchschnitten symbolisch ein Band.
Die politischen Vertreter des Landes Kärnten und von Friaul-Julisch Venetien betonten die Wichtigkeit des Übergangs, des grenzenlosen Verkehrs und der wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Regionen. LH-Stellvertreterin Gaby Schaunig (SPÖ) erklärte: „Die letzten Monate haben uns vor Augen geführt, wie wichtig diese Verkehrsverbindung ist, wie diese Verkehrsader zwei Regionen zusammenführt und zu einem grenzenlosen Europa beiträgt.“ Schaunig verwies auf den Zusammenhalt, der hier zwischen Menschen zweier Regionen, der Politik sowie den Behörden herrsche. „Dieser grenzenlose Zusammenhalt ist wichtiger denn je und auch für eine nachhaltige Lösung notwendig, was die Zukunft dieser Verkehrsverbindung zwischen Friaul-Julisch Venetien und Kärnten betrifft“, hielt sie fest. LH-Stv. Martin Gruber (ÖVP) betonte, dass es „sich heute um einen Freudentag handelt“. In den letzten Monaten habe man mit sehr vielen Schwierigkeiten die Befahrbarkeit der Straße ermöglicht, nun würden zwei Regionen wieder zusammengeführt. „Ich danke der Bevölkerung, die so viele Monate lang mit dieser wirtschaftlich schwierigen Situation fertig werden musste, ich danke den Behörden, der Beamten-Ebene, die völkerverbindend zusammengearbeitet hat. Ich danke meinen Regierungskollegen in Friaul-Julisch Venetien, die alles darangesetzt haben, dass die Sanierung auch finanziell abgesichert ist und ich danke der ANAS, die es trotz der geologischen Herausforderungen möglich macht, dass die Straße überhaupt wieder befahrbar ist“, so Gruber. Jedenfalls werde die Zusammenarbeit auch nach diesem Tag weiter gehen. „Dieser Grenzübergang braucht eine langfristige Absicherung. In der bilateralen ARGE wurden viele Vorschläge aufbereitet, jetzt wird es darum gehen, einen tragfähigen davon umzusetzen“, ließ Gruber, der bereits auf Bundesebene in Österreich und Rom entsprechende Gespräche führt, weiter wissen.
Die Landesrätin für Infrastruktur in Friaul-Julisch Venetien, Cristina Amirante, bedankte sich für die Zusammenarbeit ohne Grenzen: „Diese Baustelle ist ein Vorbild für Zusammenarbeit über Grenzen hinweg, politisch wie auf Behörden-Ebene. Es wurde die Sanierung möglich, obwohl es Zweifel gegeben hat. Jetzt, vor dem Osterwochenende, können wir diese Straße eröffnen, obwohl noch weitergearbeitet werden muss“, erklärte sie. Ettore de la Grennelais, Vertreter der italienischen Infrastrukturgesellschaft ANAS, strich die Wichtigkeit der Straßenverbindung zwischen Friaul-Julisch Venetien und Kärnten und die Priorisierung der Sanierung auf Seiten der ANAS heraus.
17 Monate lang war die Verbindung, konkret zwischen Kötschach-Mauten und Timau, unterbrochen. Die Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen waren auf Grund der instabilen Geologie schwierig und aufwendig. In die Fertigstellung der Straße fließen zwischen 20 und 25 Millionen Euro.
Text: Redaktion, Fotos: © Martin Lugger, LPD Kärnten/Höher