Eltern-Kind-Zentrum Lienz: Viel Zuversicht trotz Coronakrise

Vor allem lobt Geschäftsführerin Bärbl Ebner die gute Zusammenarbeit mit den Eltern – trotz der vielen zusätzlichen Herausforderungen und Belastungen zu Hause.

Betonen möchte Bärbl Ebner gleich zu Beginn unseres Gespräches, dass es im EKiZ Lienz nie eine behördliche Schließung wegen eines Infektions- oder Verdachtsfalles gegeben hat. „Aufgrund der Tiroler Verordnung mussten wir am 16. März alle Bereiche still legen, erlaubt ist seitdem nur mehr ein eingeschränkter Betrieb in der Kinderbetreuung“, blickt sie auf den Beginn des Lockdowns zurück. Die Kinderkrippe, der Inklusions-Kindergarten und die Tagesbetreuung (10 Tagesmütter) blieben also stark eingeschränkt aufrecht. Eingestellt sind bis jetzt alle Eltern-Kind Gruppen und Spielgruppen sowie natürlich auch alle Kurse und Veranstaltungen.

 

EKiZ-Geschäftsführerin Bärbl Ebner: „Natürlich halten wir alle hygienischen und sonstigen Vorschriften (Abstand) pädagogisch und altersentsprechend ein. Die Kinder machen sich teilweise sogar schon gegenseitig auf das regelmäßige Händewaschen aufmerksam und haben Spaß dabei.“

 

Bärbl Ebner lobt insbesondere das vorbildhafte Verhalten der Eltern während dieser schwierigen Zeit. „Die Eltern haben ihre Kinder lange daheim behalten, und das trotz vieler anderer Belastungen, wie Homeoffice, Unterricht zu Hause und vielem mehr. Ich appelliere aber an die Eltern, mit Hausverstand abzuwägen, wann sie unsere Betreuung in Anspruch nehmen wollen. So sollen Überbelastungen vermieden werden. Es war jetzt doch eine sehr lange Zeit, in der die Kinder im häuslichen Umfeld betreut werden mussten.“

 

 

Die EKiZ-Geschäftsführerin berichtet, dass mit den ersten Lockerungen nach Ostern wieder mehr Kinder von berufstätigen Eltern aufgenommen werden konnten. „Kinder unter 6 Jahren müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Eltern tragen beim Bringen und Wiederabholen im Garderobenbereich eine Maske. Wir Betreuerinnen tragen einen Mund-Nasen-Schutz nach Ermessen, also in Abwägung der pädagogischen und medizinischen Erfordernisse. Und die Eltern sind derzeit in besonders engem Kontakt mit den zuständigen Pädagoginnen, weil Kinder 5 Tage vorher im EKiZ angemeldet werden müssen. Um die Ansteckungsgefahr gering zu halten, müssen wir die Gruppen möglichst klein halten.“

 

 

Das EKiZ Lienz hat es sich zur Aufgabe gemacht, individuelle Unterstützung und finanzierbare Angebote für junge Familien bereit zu stellen und sie durch unterschiedliche Formen der Kinderbetreuung zu begleiten, zu stärken und zu entlasten. Ein besonderer Fokus wird auf die frühe Eltern-Kind-Beziehung und die begleitende Elternbildung gelegt.

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Martin Lugger (die Bilder sind kurz vor dem Lockdown Mitte März 2020 entstanden)

15. Mai 2020 um