Ein Toter und ein Vermisster nach Lawinenunglück

Eine riesige Lawine hat heute zwei Deutsche verschüttet. Ein 25-jähriger Skifahrer konnte nur mehr tot geborgen werden, sein Freund gilt als vermisst.

Heute, 5. Jänner 2018, verließen zwei deutsche Schifahrer (25 und 26 Jahre alt) gegen 12.30 Uhr die Skipiste im Bereich des Kals-Matreier-Törls, um im freien Schiraum in Richtung Matrei in Osttirol abzufahren. Gegen 13.00 Uhr dürften die beiden Skifahrer im Bereich der sogenannten „Ladstatt“ (ca. 1.800 m Seehöhe) von einem Schneebrett erfasst und verschüttet worden sein. Die Lawine hatte laut Einsatzleiter „riesige Ausmaße“, der Anriss soll rund 400 Meter lang und rund 100 Meter breit sein. Für den Lawinenabgang gibt es keine Zeugen.

Als die beiden Deutschen nicht ins Tal zurückkehrten, erstattete ein Freund gegen 15.00 Uhr eine Vermisstenanzeige. Etwa zur gleichen Zeit entdeckten zwei Einheimische die Lawine und Spuren der beiden Männer. Sie begannen daraufhin sofort mit der Suche und setzten auch einen Notruf ab. Nach Verständigung über die Leitstelle Tirol wurde um 15.04 Uhr ein organisierter Lawineneinsatz der örtlich zuständigen Bergrettungsortsstelle Matrei in Osttirol mit Unterstützung der Bergrettung Kals am Großglockner in Gang gesetzt. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse mussten die Bergretter zu Fuß bis zur Unglücksstelle aufsteigen. Gegen 16.45 Uhr konnte einer der beiden Verschütteten aus den Schneemassen geborgen werden. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Der im Einsatz befindliche Arzt konnte nur noch den Tod des jungen Deutschen feststellen.

Die Suche nach dem zweiten Skifahrer musste am frühen Abend unterbrochen werden. Ihn hatte man auch nach stundenlanger Suche nicht finden können. Samstagfrüh soll der Einsatz fortgeführt werden. Beide Männer waren laut Polizei gut ausgerüstet, allerdings trotz heikler Lawinensituation in den freien Skiraum eingefahren.

 

Text: Redaktion, Foto: Expa Groder

05. Januar 2018 um