Ein Altar wird lebendig: Pilgerweg „Hoch und Heilig“ um digitalen Erlebnispunkt erweitert

Im Zentrum eines neuen Animationsfilms stehen die Geschichten rund um Maria Magdalena, wie sie am gotischen Magdalenenaltar in St. Korbinian in Thal erzählt werden – dem Ziel der ersten Etappe des Bergpilgerweges „Hoch und Heilig“.

Der 2018 eröffnete Bergpilgerweg „Hoch und Heilig“ führt in neun Etappen von Lavant bis nach Heiligenblut und verbindet Natur, Spiritualität und Geschichte miteinander. Die erste Etappe von Lavant nach St. Korbinian wurde nun um einen Erlebnispunkt erweitert.

Im Rahmen eines EU-geförderten Interreg-Projekts konnte das Bildungshaus Osttirol ein kunsthistorisches Highlight – die Kirche St. Korbinian bzw. den Magdalenenaltar – neu erschließen. „Auf dem sportlich herausfordernden Pilgerweg war es wichtig, diese erste familienfreundliche Etappe um ein Angebot für alle Generationen zu erweitern“, sagt Monika Reindl vom Bildungshaus Osttirol.

 

Christa Czopak erklärt die Kirche St. Korbinian

 

Die spätmittelalterliche Kirche beherbergt drei gotische Flügelaltäre von hoher kunsthistorischer Qualität. „Da die Kirche nur nach Voranmeldung zugänglich ist und ihre kostbaren Kunstwerke durch einen Glasvorraum geschützt sind, eröffnet der neue digitale Zugang eine besondere Möglichkeit“, erklärt Diözesankonservator Stefan Schöch. Pilger und Interessierte können den Kurzfilm direkt vor Ort über ihr Smartphone abrufen und so in die Geschichte des Altars sowie der Figur der Maria Magdalena eintauchen. Der Film kann auch direkt auf YouTube abgerufen werden: https://www.youtube.com/watch?v=plePBno666U

 

 

 

Tipp Bergpilgerweg „Hoch und Heilig“

Fünftägige begleitete Pilgerwanderung mit Dekan Bernhard Kranebitter und Bergwanderführer Edi Unterweger von Maria Kalkstein (Innervillgraten) über St. Jakob im Defereggental, Virgen und Kals am Großglockner bis nach Heiligenblut: https://bho.dibk.at/hochundheilig2

 

 

Text: Redaktion, Foto: Peter Leiter/dibk

01. Juni 2026 um