Dölsach: Museum Aguntum bietet in der neuen Saison vielfältiges Programm
Erstmals sind heuer die „Europäischen Archäologietage“ zu Gast in der Römerstadt. Eingliederung von Aguntum in die Tiroler Landesmuseen befindet sich auf der Zielgeraden und soll mit 1. Jänner 2026 realisiert werden.
Das Museum und der Archäologische Park Aguntum starten wie jedes Jahr am 1. Mai in die Saison. Bis zum Nationalfeiertag, 26. Oktober, wird auch heuer wieder ein vielfältiges Programm geboten. Bei einem Medientermin gaben die Verantwortlichen einen Überblick über die neuesten Entwicklungen und das Programm 2025.
„Anfang Juli bis Mitte August werden wieder Grabungen durchgeführt. Die Mauersanierungen der Dringlichkeitsstufe und das Konzept für die Neuaufstellung des Museums sind abgeschlossen. Für die Eingliederung von Aguntum in die Tiroler Landesmuseen ist noch ein Regierungsbeschluss erforderlich. Unsere Zielvorstellung ist, dass die Eingliederung mit 1. Jänner 2026 erfolgt“, so Dr. Leo Gomig, Obmann des Vereins „Curatorium pro Agunto“, einleitend.
Geschäftsführer Dr. Manfred Hainzl und Mag. Claudia Moser stellten das Programm 2025 vor. „Das wahrscheinlich letzte Programm vor der Eingliederung ist mit rund 40 Veranstaltungen so umfangreich wie nie. Im Rahmen der Kinder-Sommer-Uni und des Ferienprogramms KUWI (Kunst trifft Wissenschaft) bringen wir Kinder und Jugendlichen wissenschaftliche Aspekte spielerisch näher“, nannte der Geschäftsführer nur zwei Beispiele des vielfältigen Programms.
Claudia Moser zeigte sich besonders stolz, dass eine Kooperation mit den „Europäischen Archäologietagen“ gelungen ist. 2010 startete diese Veranstaltungsreihe in Frankreich. Abwechselnd werden die „Europäischen Archäologietage“ in verschiedenen Ländern durchgeführt, um die Bürgerinnen und Bürger für Themen rund um Archäologie zu informieren und zu sensibilisieren. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, die Europäischen Archäologietage nach Osttirol zu holen. Wir werden von 13. bis 15. Juni die bewährten Markttage in diesem Rahmen durchführen. Mit Marktständen, Mitmach- und Schauwerkstätten, Fackelwanderungen, Spielestationen und Kulinarik tauchen wir zwei Tage und einen Abend lang in antikes Flair ein“, erklärte Claudia Moser.
Von 16. Juli bis 6. August werden bei „Schaugrabungen“ Interessierten jeden Alters Einblicke in die aktuellen Ausgrabungsarbeiten geboten. Grabungsleiter Dr. Martin Auer wird dabei auch so manches Rätsel präsentieren und die archäologische Arbeitsweise vorstellen. Am „Tag des Denkmals“, 26. September, wird nach Abschluss der archäologischen Grabungen und der Mauersanierung 2009 bis 2025 ein Festakt und ein Kolloquium unter dem Titel „Eröffnung Forum“ stattfinden.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger