„Die Große Zinne“: 1400 ZuschauerInnen verfolgten Filmpremiere in Toblach

Auf den Tag genau 150 Jahre nach der Erstbesteigung der Großen Zinne wurde der Film über die Geschichte des Kletterns präsentiert, bei dem als Regisseur Reinhold Messner fungierte.

Es war wahrlich eine Pionierleistung, als Paul Grohmann, Franz Innerkofler und Peter Salcher am 21. August 1869 die Große Zinne in den Sextner Dolomiten erstmals bestiegen. Am Mittwoch, 21. August 2019, wurde der Dokumentarfilm „Die Große Zinne” im vollbesetzten Eisstadion von Toblach erstmals öffentlich vorgeführt. Alles begann vor rund zwei Jahren in Toblach. Bergführer Erwin Steiner und Kathrin Tschurtschenthaler vom Tourismusverein Toblach wollten die Erstbesteigung gebührend feiern. Neben dem Jubiläumsprogramm sollte auch ein Film entstehen. TV-Produzent Markus Frings (Mediaart Production Coop) konnte Bergsteigerlegende Reinhold Messner als Regisseur gewinnen.

 

Reinhold Messner: „Nirgendwo sonst lässt sich die Entwicklung des alpinen Kletterns von den Anfängen bis zur Gegenwart besser schildern als an der Großen Zinne.”

 

„Entstanden ist ein Film, der die Geschichte des Kletterns, der Anfänge des Tourismus in unserer Gegend und vor allem die Geschichte dieses Berges verewigt und die Bedeutung, die die Drei Zinnen für uns haben, widerspiegelt. Sie sind Teil unserer Identität”, erklärte Andreas Trenker, Präsident des Tourismusvereines Toblach zu Beginn des Abends.

 

 

„Die Drei Zinnen erhalten durch den Film eine ganz neue Bedeutung, viele Menschen können sich mit den Aufnahmen identifizieren und ihre eigene Geschichte erzählen. Der Film steht den zukünftigen Bewohnern und Gästen zur Verfügung und verewigt diese tollen Pionierleistungen für die Generationen von morgen”, ergänzte Bürgermeister Guido Boccher. Produzent Markus Frings, der durch den Abend führte, bedankte sich nicht nur bei den Tourismusvereinen von Niederdorf, Prags, Innichen, Sexten und Toblach für die Unterstützung, sondern insbesondere auch bei Erwin Steiner für dessen Hilfe bei der Abwicklung der Kletterszenen.

 

 

Landeshauptmann Arno Kompatscher und IDM-Direktor Erwin Hinteregger schauten sich den Film ebenfalls zum ersten Mal an. Dank der Unterstützung durch die IDM Filmförderung Südtirol konnte der Film mit Originalmaterialien, an den Originalschauplätzen und mit entsprechendem Aufwand gedreht werden. „Authentizität ist beim Storytelling besonders wichtig”, betonte Hinteregger. LH Arno Kompatscher hob die Bedeutung der alpinistischen Pionierleistung des Wiener Alpinisten Paul Grohmann hervor und unterstricht die Tatsache, dass der Film zu 100% mit Südtiroler DarstellerInnen, Kameraleuten und anderen Crewmitgliedern umgesetzt werden konnte. Produzent Markus Frings sprach mit den Protagonisten in unterhaltsamer Weise über die Erlebnisse bei den Filmaufnahmen. Und er konnte auch die 93-jährige Maria Strieder, Urenkelin von Peter Salcher, die sich sichtlich gerührt von den einmaligen Aufnahmen im Gedenken an ihren Urgroßvater zeigte, in Toblach begrüßen.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Hermann Oberhofer

23. August 2019 um