Breitbandinfrastruktur in Osttirol: Baustart im Regionet Iseltal

Seit nahezu fünf Jahren beschäftigt sich der Planungsverband 34 (PV 34) intensiv mit dem weiteren Ausbau der Breitbandinfrastruktur in der Region Iseltal.

Die Mitgliedsgemeinden Matrei in Osttirol, Virgen, Prägraten am Großvenediger, Kals am Großglockner, Hopfgarten in Defereggen, St. Veit in Defereggen, St. Jakob in Defereggen und St. Johann im Walde verfügen bereits örtlich wie regional über unterschiedliche Breitbandinfrastrukturen.

Während bereits seit dem Jahr 2005 für das Defereggental das „DefNet“ entwickelt und den Kunden angeboten werden konnte, haben die anderen Gemeinden des PV 34 – neben derzeit parallel laufenden Initiativen privater Netzbetreiber, wie z.B. A1 mit der Marktgemeinde Matrei in Osttirol – öffentliche Ortsnetze planen lassen und haben diese z.T. auch bereits ausgeführt. Insbesondere wird jeweils bei Straßensanierungen und Leitungseinbauten Breitband mitverlegt, so z.B. in Kals am Großglockner, Prägraten am Großvenediger, Virgen, aber auch Matrei in Osttirol, hier insbesondere im regionalen Gewerbegebiet „Seblas“. Auch der weitere Ausbau der Ortsnetze soll sukzessiv erfolgen.

Um die öffentliche Anbindung der einzelnen Gemeinden sicherzustellen, ist auch eine übergeordnete Infrastruktur erforderlich. Der PV 34 hat nach verschiedenen Variantenprüfungen noch im Jahre 2019 den Ausbau der Breitbandinfrastruktur von St. Johann im Walde bis in den Matreier Ortsteil Huben vergeben. Die Starkschneeereignisse vom November 2019 und die „Corona-Krise“ verzögerten den Baubeginn. Nunmehr konnte in KW 19 mit den Bauarbeiten begonnen werden: Regionale Firmen erhielten die Aufträge für Planung, Bauleitung und Ausführung.

Ab Jahresmitte 2020 sollte die Breitbandverbindung des PV 34 für das Kalsertal und das Defereggental sowie für den Ortsteil Huben der Marktgemeinde Matrei in Osttirol fertiggestellt sein. Parallel dazu ist der PV 34 auch osttirolweiter Vertragspartner mit den Planungsverbänden 35 „Sillian und Umgebung“ und PV 36 „Lienz und Umgebung“. Diesbezüglich wurde auch schon ein gemeinsames Förderansuchen an die FFG gestellt und bereits positiv in einem Ausmaß von 50 % der geplanten Investitionssummen genehmigt. Derzeit erfolgen weitere Finanzierungsgespräche mit Land und Bund. Landeshauptmann Günther Platter hat seine persönliche Unterstützung dafür zugesagt.

Außerdem wird es auch zu einer Verbindung der bezirksweiten Netze kommen, so z.B. in St. Johann im Walde seitens des PV 34 mit dem Netz des PV 36 (Zukunftsraum Lienzer Talboden/RegioNet). Auch Verbindungen mit den öffentlichen Netzen in den Bundesländern Salzburg und Kärnten werden dabei – unter technischer und organisatorischer Federführung des PV 36 – geprüft.

Insbesondere die vielschichtigen Erfahrungen zur Bewältigung der „Corona-Krise“ haben gezeigt, dass der weitere Ausbau des Breitband-Netzes noch intensiver als bisher betrieben werden muss, um die Chancen für die Bevölkerung und Unternehmen in ländlichen Regionen weiter zu verbessern. Auch die damit verbundenen Investitionen stellen einen entsprechenden Beitrag zum Wiederaufbau der Wirtschaft in den Regionen dar.

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Planungsverband 34

08. Mai 2020 um