Amlach: Großeinsatz bei Brand nach Herz-Jesu-Feuer
Ein Herz-Jesu-Feuer löste in den Abendstunden des 29.6. im Bereich der Nordflanke am Rauchkofel einen Brand aus. Sonntagmittag, 30.6., konnte „Brand aus“ gemeldet werden.
Gegen 21.30 Uhr hatten fünf Einheimische am Samstagabend, 29.6., an der Nordflanke des Rauchkofels mehrere „Herz-Jesu-Feuer“ entfacht. Laut Angaben der Polizei wurden die Feuerstellen sorgsam errichtet und die darin selbst erzeugten Wachskerzen richtig positioniert. Gegen 21.45 Uhr verließen die Männer den in unwegsamem Gelände liegenden Bereich und machten sich auf den Weg Richtung Talboden. Kurze Zeit später wurden sie jedoch telefonisch in Kenntnis gesetzt, dass sich östlich der Feuerstellen ein Brand entwickelt habe. Um 22.16 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehren Amlach, Leisach und Lienz. Die Einsatzkräfte rückten zur Brandstelle aus, aufgrund des unwegsamen Geländes mussten jedoch die Löscharbeiten auf Sonntagfrüh verschoben werden. Noch am Samstagabend forderte man zwei Hubschrauber für den Löscheinsatz an. Während der Nacht beobachteten Kontrollposten die Brandentwicklung.
Am Sonntag, 30.6., trafen die ersten Einsatzkräfte gegen 05.00 Uhr bei der FF Leisach ein. Bei der anschließenden Lagebesprechung vor Ort konnte festgestellt werden, dass über Nacht keine weitere Brandausbreitung stattgefunden hatte. Daraufhin wurde der Einsatz am Boden, mit Löschunterstützung durch zwei Hubschrauber (BMI und Heli Austria), gestartet. Insgesamt wurden mit den beiden Hubschraubern 122 Rotationen mit 156.000 Liter Wasser zur Brandstelle geflogen. Das rasche und effektive Handeln aller Beteiligten führte dazu, dass man um 11.30 Uhr „Brand aus“ geben konnte.
Unter der Leitung von OBI Michael Preyer waren an dem Großeinsatz insgesamt 61 Florianis der Freiwilligen Feuerwehren Amlach, Leisach und Lienz, die Mannschaften der beiden Hubschrauber sowie acht Flughelfer des Bezirkes beteiligt. Als Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes waren BFI Franz Brunner und BSF Christian Brugger vor Ort. Weiters waren Beamte der Polizei, Waldaufseher Franz Amort und der Amlacher Bürgermeister Franz Idl in den Einsatz involviert.

Rund ein Hektar felsiges, teils mit Moos und niedrigem Gehölz bewachsenes Gelände war betroffen. Gebäude oder Siedlungsraum waren zu keiner Zeit in Gefahr. Während der Löscharbeiten mussten allerdings der Radweg im Bereich der Galitzenklamm, der Goggsteig und auch das Schwimmbad Leisach aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Bei der Leitstelle Tirol gingen übrigens von Samstagabend bis Sonntagfrüh über zehn Alarmierungen aus ganz Osttirol ein. Alle Feuer konnten mittlerweile gelöscht werden.
Text: A. Hilgartner, Fotos: Brunner Images