Blackout-Vorsorge: Land Tirol bereitet sich auf möglichen Ernstfall vor
Das Land Tirol nimmt die Stromausfälle auf der Iberischen Halbinsel zum Anlass, um für ein mögliches Blackout-Szenario zu sensibilisieren. Kritische Infrastruktur kann im Ernstfall mit Notstrom versorgt werden.
Zu einem großflächigen Stromausfall kam es am Montag, 28. April, in Spanien und Portugal. Direkte Auswirkungen auf Österreich bzw. Tirol hatte der Stromausfall nicht. Laut Austrian Power Grid AG gibt es in Österreich aktuell kein erhöhtes Gefahrenpotenzial für großflächige Stromausfälle.
„Der Vorfall im Süden Europas zeigt, wie plötzlich ein solches Ereignis eintreten kann und dass die Vorsorge wirklich wichtig ist. Niemand muss jetzt Angst haben. Wir müssen aber für den Ernstfall vorbereitet sein, denn wenn es soweit ist, ist es zu spät. Deswegen bereiten wir uns auch seitens des Landes Tirol auf einen möglichen Ernstfall vor“, erklärt Sicherheitslandesrätin Astrid Mair.
Sicheres Stromnetz in Tirol – Blackout kann trotzdem nirgends ausgeschlossen werden
Wir sind in Tirol in der privilegierten Lage, in einem sicheren Land mit einem der besten und sichersten Stromnetze weltweit leben zu dürfen. Klar ist jedoch, dass auch wir nicht vor Störungen im europäischen Stromnetz bis hin zu Blackouts gefeit sind. „Ein langanhaltender Blackout, also ein mehrere Tage andauernder Zusammenbruch der Stromversorgung, ist nicht sehr wahrscheinlich, wenngleich auch nichts gänzlich ausgeschlossen werden kann. Deshalb nehmen wir die potenzielle Gefahr sehr ernst und bereiten uns intensiv auf ein solches Szenario vor“, so die Landesrätin.
Ziel sei es, bestmöglich auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein und zugleich auch die Bevölkerung transparent über Risiken aufzuklären. „Dies soll keinesfalls Ängste schüren, sondern dient der Vorsorge“, so Mair.
Land Tirol bereitet sich laufend vor
In enger Zusammenarbeit mit den Stromanbietern und den Einsatzorganisationen hat das Land Tirol einen umfassenden Maßnahmenkatalog für einen möglichen Blackout vorbereitet, um im Fall der Fälle schnell und effizient reagieren zu können. „Neben dem intensiven Austausch mit Systempartnern haben wir in den vergangenen Jahren die kritische Infrastruktur mit einer Notstromversorgung ausgestattet“, erklärt Sicherheitslandesrätin Mair.
Haushaltsbevorratung: Eigenverantwortung der Bevölkerung
Genauso wichtig wie die Vorbereitungen seitens der Behörden sind auch die Vorbereitungen durch die Bevölkerung – die sogenannte Haushaltsbevorratung. „Auch wenn die kritische Infrastruktur rasch wieder in Betrieb genommen werden kann, müssen Privathaushalte im schlimmsten Fall damit rechnen, mehrere Tage ohne Strom auszukommen. Hier ist jede und jeder selbst verantwortlich, den eigenen Haushalt für den Ernstfall auszustatten. Vorsicht ist immer besser als Nachsicht“, erklärt die Landesrätin.
Grundsätzlich sollte jeder Haushalt eine Woche ohne Einkaufen und ohne Strom auskommen. Zur Bevorratung gibt es dabei zwei Möglichkeiten: Entweder man braucht die eingelagerten Lebensmittel regelmäßig auf und kauft dementsprechend regelmäßig nach oder man legt sich einen speziellen Vorrat an.
Mehr Informationen zum Thema Blackout: www.tirol.gv.at/blackout
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