Bilanz Starkschneefälle in Osttirol: Rund 5.500 Personen im Einsatz
Allein von den Feuerwehren standen 3.850, von der Bergrettung 217 und vom Roten Kreuz 101 Personen im Einsatz. 52 Hubschrauberflüge wurden bis dato abgewickelt.
Nach der letzten Sitzung der Bezirkseinsatzleitung wurden am Donnerstag, 10. Dezember, um 17.00 Uhr, der Stab und die Einsatzleitung heruntergefahren und man nahm wieder den normalen Dienstbetrieb auf. „Einmal mehr bin ich vom Miteinander, der Einsatzbereitschaft und dem Engagement aller Blaulichtorganisationen, des Bundesheeres, der Gemeinden und aller Kolleginnen und Kollegen in der Bezirkseinsatzleitung und in den Ämtern zutiefst beeindruckt und möchte dafür ein herzliches Dankeschön sagen. Die Einsatzbilanz kann sich wirklich sehen lassen“, so Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner.
Bewährt hat sich einmal mehr der Landeshubschrauber, der von 32 Flugaufträgen im Bezirk Lienz bis Donnerstagnachmittag 29 abschließen konnte. Tirolweit wurden in der Landeswarnzentrale insgesamt 72 Flüge (62 für den Bezirk Lienz und zehn für Nordtirol) angefordert und bisher 61 Flüge (52 im Bezirk Lienz und neun in Nordtirol) abgeschlossen.
Für das Wochenende erwartet der Lawinenwarndienst Tirol eine Normalisierung der Lawinensituation. „Für morgen, Freitag, erwarten wir sonniges Winterwetter in ganz Tirol. Samstag und Sonntag ziehen mehrere kleine Störungen durch, die aber keinen Schnee in Osttirol und nur wenig Schnee in Nordtirol bringen sollen“, informiert Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts Tirol. Und weiter: „Das bringt einen weiteren Rückgang der Lawinengefahr mit sich, sodass wir für morgen, Freitag, die Lawinengefahrenstufe 3 ausgeben. Die Tendenz eines weiteren Rückgangs der Lawinengefahr sollte auch über das Wochenende hinaus anhalten.“
Auch wenn die Lawinengefahr zurückgeht, so ist doch zu beachten, dass sich gerade bei Stufe 3 die meisten Lawinenunglücke mit SkitourengeherInnen und WintersportlerInnen ereignen. Deshalb ist eine eingehende Planung und Information vor jeder Tour unerlässlich. Aktuelle Infos unter www.lawine.report
Weiterhin im Großeinsatz steht die TINETZ. Mit Stand Donnerstag, 10. Dezember, 15.00 Uhr, waren 53 Trafostationen in elf Osttiroler Gemeinden unversorgt.
Seit vergangenen Freitag standen im Bezirk Lienz folgende Kräfte im Einsatz:
Bezirkseinsatzleitung:
15 Personen
Baubezirksamt Lienz:
100 Personen und 100 Fahrzeuge
Bezirksfeuerwehrverband:
3.850 Personen und rund 600 Fahrzeuge
Bergrettung Osttirol:
217 Personen (Prägraten a.G: 30 Personen, Virgen: 20 Personen, Matrei i.O.: 35 Personen, Kals a.Gr.: 25 Personen, Defereggental: 12 Personen, Lienz: 45 Personen, Obertilliach: 25 Personen, Sillian: 25 Personen)
Rotes Kreuz Osttirol:
101 Personen mit 2.424 Einsatzstunden und fünf Fahrzeugen
Wasserrettung Osttirol:
44 Personen
Bezirkspolizeikommando Lienz:
90 BeamtInnen und 25 Fahrzeuge
Bundesheer/HGJgB 24:
70 SoldatInnen und 15 Fahrzeuge (darunter zwei Quads) und ein Helikopter
Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/EXPA