Bartgeier: Im Gschlößtal in Matrei i.O. gibt es wieder Hinweise auf Bruttätigkeit

Im Interesse der „brütenden Eltern“ sind entsprechende Hinweistafeln errichtet worden, und es wird gebeten, die betroffenen Eisfälle nicht zum Klettern zu nutzen.

Nach dem letzten erfreulichen Jahr mit zwei erfolgreichen Bartgeierbruten in Osttirol deuten aktuelle Beobachtungen auf ein neuerliches Brutpaar im Gschlößtal hin. Der Nationalpark Hohe Tauern bittet daher alle Naturgenießer und Naturnutzer, speziell Eiskletterer, im Matreier Gschlößtal die Hinweise vor Ort zu beachten.

Erfreulicherweise haben im Osttiroler Teil des Nationalparks Hohe Tauern 2023 zwei Bartgeier-Paare erstmals erfolgreich gebrütet. Aus dem Dorfertal bei Prägraten konnte ein Jungvogel gemeldet werden – der allererste bestätigte Bruterfolg seit 100 Jahren auf dem Gebiet des Tiroler Anteils des Nationalparks Hohe Tauern. Auch beim Bartgeierpaar im Gschlößtal konnte im Vorjahr ein einige Wochen alter Jungvogel bestätigt werden.

Aktuelle Beobachtungen zeigen erneut eine Bruttätigkeit im Matreier Gschlößtal, und im Interesse der „brütenden Eltern“ sind für Naturnutzer entsprechende Hinweistafeln errichtet worden. Aufgrund der aktuellen Situation wird gebeten, die betroffenen Eisfälle im Bereich Außergschlöß – insbesondere der Schildfall, aber auch der Kesselfall – nicht zum Klettern zu nutzen. Der Eiskletterpark liegt weiter talauswärts und ist davon nicht betroffen.

Mit Blick auf die gesamtalpine Bartgeier-Population bilden die Hohen Tauern die östlichste Verbreitung der majestätischen Geier-Art. Derzeit leben in Österreich schätzungsweise 30 Bartgeier.

 

Text: Redaktion, Foto: Archiv NPHT

11. Januar 2024 um