Matrei i.O.: Spannendes und Wissenswertes rund um die „Weltalte Majestät“

Die diesjährige Sommerausstellung im Nationalparkhaus in Matrei in Osttirol ist dem Großvenediger, der „Weltalten Majestät“ gewidmet. Sie lädt täglich zum Besuch bei freiem Eintritt ein.

Der weitum vergletscherte, imposante Großvenediger thront über Virgen, Prägraten und Matrei i.O. Seine Bedeutung und Anziehungskraft strahlt jedoch weit über die Bezirksgrenzen Osttirols hinaus. Dies verdeutlicht auch der Titel „Weltalte Majestät“, den er von seinem Erstbesteiger, dem Salzburger Ignaz von Kürsinger, erhielt.

185 Jahre nach der ersten Gipfelbesteigung des 3.657 m hohen Großvenedigers bietet die diesjährige Sommerausstellung im Nationalparkhaus in Matrei viel Wissenswertes rund um den legendären Berg. Die Besucher:innen erwarten spannende Einblicke in die Geschichte rund um die Erstbesteigung, die Herausforderungen des Gletscherbergsteigens und die Anpassungsstrategien von Tieren und Pflanzen in der Gletscherregion. Fotos führen eindrücklich das Abschmelzen des Schlatenkeeses in den letzten Jahrzehnten durch den Klimawandel vor Augen. Ein Teil der Ausstellung ist den Rettungseinsätzen am Großvenediger und der Bergrettung gewidmet. Exponate historischer Bergsteiger-Ausrüstung lassen staunen, mit welchem Zubehör Bergsportler bereits im 19. Jahrhundert die höchsten Gipfel erklimmen konnten. Etwas Besonderes ist der interaktive Bereich der Sonderschau. Hier können z.B. die wichtigsten Bergsteigerknoten erlernt und geübt werden. Ein großes Würfelpuzzle lädt Klein und Groß zum Knobeln ein.

„Der Großvenediger gilt zwar vom Gelände her als ein sehr einfach zu besteigender Berg, jedoch sollte er keinesfalls unterschätzt werden. Die Veränderungen des Gletschers erfordern viel Erfahrung, die Spaltensturzgefahr ist enorm hoch. Zudem kommt es immer wieder zu sehr schnellen Wetterumstürzen. Am Gletscher in Nebel zu geraten, bedeutet völlige Orientierungslosigkeit, wenn man mit Hilfsmitteln wie GPS, Kompass und Karte nicht umgehen kann. Der Venediger ist mittlerweile alles andere als ein leichter Dreitausender – Bergführer dringend empfohlen“, informiert Martin Kurzthaler von der Nationalparkverwaltung, der die Ausstellung zusammengestellt hat.

 

 

Text: Redaktion, Fotos: NPHT/MartinKurzthaler

18. Juli 2026 um