Achtung: Große Lawinengefahr auch am Osttiroler Tauernkamm

Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol warnt WintersportlerInnen einmal mehr eindringlich, auf den gesicherten Pisten zu bleiben.

Der Lawinenwarndienst gibt für Dienstag, 8. Feber, die Lawinengefahrenstufe 4 (groß) für das westliche Nordtirol, den Alpenhauptkamm und den Osttiroler Tauernkamm aus. In den restlichen Regionen herrscht Lawinengefahrenstufe 3 (erheblich) und nur im südlichen Osttirol Lawinengefahrenstufe 2 (mäßig). Im Laufe der Woche sollte sich die Lawinensituation entspannen. Für den Zeitraum vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag bilanziert die Landeswarnzentrale insgesamt rund 100 gemeldete Lawinenereignisse in Tirol. Davon waren bei elf Lawinenabgängen 28 Personen beteiligt. Acht von ihnen sind verstorben.

„Nach dem Neuschnee und stürmischem Wind bleibt die Lawinengefahr in weiten Teilen Tirols weiterhin kritisch. Auch wenn die kommenden Tage herrliches Bilderbuch-Winterwetter bringen, muss man beim Wintersport dennoch weiterhin entsprechende Vernunft walten lassen“, appelliert Rudi Mair vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol einmal mehr an alle WintersportlerInnen, die Warnungen unbedingt ernst zu nehmen und in der derzeit noch kritischen Lawinensituation auf gesicherten Pisten zu bleiben.

 

 

Hauptgefahr Triebschneeansammlungen

„Die Hauptgefahr geht derzeit von den durch Neuschnee mit stürmischem Nordwestwind entstandenen, umfangreichen Triebschneeansammlungen aus. Dabei können Lawinen leicht ausgelöst werden oder sogar spontan abgehen. Lawinen können stellenweise den schwachen Altschnee mitreißen und groß werden, auch Fernauslösungen sind möglich“, so Mair.

Die Gefahrenstellen sind häufig schlecht zu erkennen. Sie liegen an allen Expositionen oberhalb der Waldgrenze, auch an steilen Schattenhängen im Bereich der Waldgrenze sowie an Triebschneehängen in hohen Lagen und im Hochgebirge. In den schneereichen Gebieten sind Gleitschneelawinen und Rutsche zu erwarten. Die aktuelle Lawinensituation erfordert deshalb viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und große Zurückhaltung.

Alle Informationen: www.lawinen.report

 

Text: Redaktion, Foto: Ingemar Wibmer

08. Februar 2022 um