Lage entspannt sich, teilweise werden Straßen wieder geöffnet
Regen und Wind lassen nach, Pegelstände sinken. Felbertauernstraße zwischen Huben und Matrei und Defereggental-Landesstraße bis Ladstatt sind wieder befahrbar.
„Derzeit zeichnet sich eine Entspannung der Wettersituation ab. Die Pegelstände der Bäche und Flüsse sinken deutlich, auch der Regen und der Wind lassen nach”, teilt die Bezirkshauptmannschaft Lienz Dienstagvormittag um 10.15 Uhr mit. „Wichtige Verkehrsverbindungen konnten wieder geöffnet werden, unter anderem die B 107 Großglocknerstraße und die B 100 Drautalstraße bis Kärnten. In Richtung Grenze Südtirol ist die B 100 derzeit wieder eingeschränkt befahrbar“, berichtet Bezirkshauptfrau Olga Reisner nach der Frühbesprechung und einem Erkundungsflug. Seit ca. 15.00 Uhr sind auch die Felbertauernstraße zwischen Huben und Matrei sowie die Defereggental-Landesstraße bis Ladstatt wieder befahrbar.
Die Bezirkseinsatzleitung hat drei Notunterkünfte in Osttirol für gestrandete PendlerInnen und Reisende in Matrei i. O., Lienz und Sillian einrichten lassen, die in der Nacht von knapp 100 Personen genutzt worden sind. Insgesamt mehr als 500 Einsatzkräfte haben in der Nacht hunderte Einsatzereignisse abgearbeitet. Weiter über 500 Feuerwehrleute standen allein in Osttirol im Einsatz, dazu noch 60 Kräfte des Roten Kreuzes und weitere von der Bergrettung, des Bundesheeres, des Baubezirksamtes, der Tinetz, der Polizei, der Wasserrettung und der Wildbach- und Lawinenverbauung. Die Bezirkseinsatzleitung hat für Erkundungs- und Versorgungsflüge fünf Hubschrauber angefordert (Landeshubschrauber, Christophorus 7, Heli Tirol und drei Bundesheer-Helikopter). Landeshauptmann Günther Platter ist mittlerweile in Lienz eingetroffen, um sich persönlich ein Bild von der Lage im Bezirk zu machen.
Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images

